Dossier

Quartier

Energie regenerativ zu erzeugen, sie zu verteilen und die Verbraucher möglichst effizient zu machen, ist fester Bestandteil der Städtebau- und Regionalplanung geworden. Quartiere zu attraktiven Wohngegenden zu machen, geht nicht mehr ohne die Integration zukunftsfähiger energetischer Konzepte. Quartier - ein zukunftsfähiges, interessantes Geschäftsfeld für versierte Energieberater.

GEB 10-2017

Heidelberg 22

Passivhaus-Stadtteil Heidelberg Bahnstadt Schon seit nun fast zehn Jahren tüftelt und entwickelt die Stadt Heidelberg ohne Skandale, politisches Gezanke und Bürgerprostete in unmittelbarer Zentrumslage mit der Bahnstadt ein neues Stadtviertel, das sich anschickt, bis spätestens 2022 zur weltweit größten Passivhaus-Siedlung zu werden. Ein eigens dafür gebautes Holz-Heizkraftwerk versorgt das Quartier mit regenerativ erzeugter Fernwärme. Dass hier nicht mit "heißer Luft gestrickt", sondern effizient beheizt wird, belegt ein erstes Monitoring des Passivhaus Instituts. Claudia Siegele

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GEB 10-2017

Fördern und fordern en bloc

Förderung der energetischen Stadtsanierung Seit einigen Jahren schon sind die Kommunen bestrebt, mit finanzieller Unterstützung des Bundes und der KfW ihre zu sanierenden Quartiere in Stadt und auf dem Land durch entsprechende Konzepte energetisch effizienter und damit zukunftsfähig zu machen. Erste Erfolge dieser strategischen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren sind bereits absehbar und legitimieren weitere Initiativen und eine Verstetigung der Förderung. Claudia Siegele

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Die Broschüre von Ministerien und KfW fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus den Pilotprojekten des KfW-Programms zusammen.

GEB 10-2017

Effizienter Häuserkampf

Erfahrungen von Sanierungsmanagern bei Pilotprojekten Die energetische Stadtsanierung hat seit dem Start des KfW-Förderprogramms 432 vor nunmehr sechs Jahren Fahrt aufgenommen. Die verschiedenen Akteure vor Ort und vor allem die Sanierungsmanager haben aus den Pilot- und Folgeprojekten wichtige Lehren gezogen und Erfahrungen gemacht, die für künftige Aufgaben eine wichtige Basis sind. Claudia Siegele

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GEB 03-2017

Eine Gartenstadt wird grün

Energetische Sanierung einer Wohnanlage Insgesamt 841 Bestandswohnungen umfassen die zahlreichen Wohnblocks in der Gartenstadt Lichterfelde Süd, die von der Berliner Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle derzeit umfassend saniert werden. Die aus den 1930er- und 1960er-Jahren stammenden Mehrfamilienhäuser prägt weitgehend originale Substanz, allerdings mit überfälligem Instandsetzungsbedarf. Das Unternehmen möchte bei dem Mammutprojekt grundlegende energetische Erkenntnisse für künftige Sanierungsaufgaben gewinnen und ist sehr um eine sozialverträgliche Umsetzung bemüht – mit erstaunlichen Resultaten und Erfolgen. Claudia Siegele

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GEB 01-2017

BAFA Förderprogramm für Netzwerke und Kommunen: Erfolg und Veränderung

Seit 1. Januar 2016 ist die neue Förderrichtlinie „Energieberatung und Energieeffizienz-Netzwerke für Kommunen und gemeinnützige Organisationen“ in Kraft. Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Im Fördermodul 2 wird die Energieberatung für ein energetisches Sanierungskonzept oder die Neubauberatung von Nichtwohngebäuden gefördert. Nach Angaben von BMWi/BAFA wurde das Modul gut angenommen. Bis Ende Oktober wurden 68 Neubauberatungen und 225 Sanierungsberatungen gefördert. Die Förderung wurde vor allem für allgemeinbildende Schulen, Kindergarteneinrichtungen und Verwaltungsgebäude eingesetzt. Allerdings ist die Anzahl der Anträge je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Bayern ist mit 114 Anträgen Spitzenreiter, gefolgt von Baden-Württemberg mit 51 Anträgen und Rheinland-Pfalz, NRW sowie Niedersachsen mit jeweils 36, 29 und 26 Anträgen (Stand Ende Oktober). In den anderen Bundesländern gibt es noch Nachholbedarf. Ab dem Jahr 2017 werden die Module kommunale Energieeffizienz-Netzwerke und Energieeffizienz in der Abwasserbehandlung der Förderrichtlinie in die Zuständigkeit des BMUB überführt. Das Beratungsmodul für die energetische Sanierung und den energieeffizienten Neubau verbleibt weiterhin beim BMWi. Die Durchführung erfolgt weiterhin durch das BAFA. Inhaltlich bleibt das Programm damit wie gewohnt bestehen.

www.bafa.de und www.bit.ly/geb1313

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GEB 11-2016

Abseits vom „Schema F“

Ideen für Quartierskonzepte Stadtplaner und Versorgungsingenieure befassen sich seit der Elektrifizierung der Städte mit der Frage, wie Strom und Wärme sinnvoll zu erzeugen und an die Endverbraucher zu liefern sind – und nach der ersten Ölkrise kam die Minderung des Verbrauchs hinzu. Auf der anderen Seite beschäftigen sich Planer und Energieberater mit der energetischen Bewertung und Optimierung von Gebäuden. Sinnvollerweise werden beide Aspekte miteinander verwoben. Ideen zur strukturierten Erstellung eines Quartierskonzeptes mit überschaubarem Aufwand zeigt die in diesem Beitrag ausgeführte Beispielliegenschaft. Rüdiger Becker, Kati Jagnow, Dieter Wolff

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GEB 11-2016

Am runden Tisch

Energetisches Sanierungsmanagement Der Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf ist eines von 63 Pilotprojekten, das im Rahmen des KfW-Programms „Energetische Stadtsanierung“ im Zuge einer Stadtteilerneuerung auch die Energiethematik ins Visier nimmt. Für die Teilnahme an dem Förderprogramm definierte die Stadt Schwerin den geforderten Sanierungsmanager als Team aus Geografen, Stadtplanern und einer Journalistin. Die Kooperationspartner einigten sich für die dreijährige Laufzeit auf fünf Projekte, aus denen wichtige Erfahrungen gesammelt wurden, die für künftige Projekte richtungweisend sind, um Stadtumbau und Energieeffizienz besser zu verzahnen. Claudia Siegele

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GEB 11-2016

Kleines Gebiet, große Wirkung

Effekte der energetischen Stadtsanierung Knapp 600 Quartierskonzepte und bereits über 120 Sanierungsmanagements wurden bundesweit in den letzten Jahren durch die KfW gefördert. Seit über drei Jahren hat das Programm eine Begleitforschung. Hier lesen Sie, was die typischen Schritte und wer die Beteiligten einer Quartierssanierung sind, welche Unterschiede es dabei gibt und welche Erkenntnisse die Begleitforschung außerdem gebracht hat. Dr. Gregor Langenbrinck

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GEB 11-2016

Gläserne Baustelle in Stade

Die Hansestadt Stade kaufte ein für den Bezirk Hahle typisches Reihenmittelhaus und beschloss, gemeinsam mit dem beauftragten Sanierungsbüro EnergiePlusKonzepte aus Hannover ( www.energiepluskonzepte.de ) das 1962 gebaute Haus zu sanieren und den kompletten Vorgang filmisch zu begleiten und zu dokumentieren. Es entstanden vier Kurzfilme, die den vorgefundenen Bestand, die Analyse, das Konzept und die Bauarbeiten erläutern und so aus dem Vorhaben ganz gezielt eine Gläserne Baustelle gemacht haben, die zum Nachmachen anregen soll. Die Filme geben sowohl den Nachbarn im Quartier als auch jedem anderen Interessierten einen praxisnahen Eindruck, wie eine solche Sanierung konzipiert und durchgeführt wird. Das Land Niedersachsen hat das Projekt in dem Wettbewerb Klima kommunal 2016 als großen Leuchtturm ausgezeichnet. Unter der Internetadresse www.sanierungsberatung-hahle.de kann man sowohl die vier Filmclips ansehen, und die Hahler Bürger können sich über energetische Aspekte und Förderprogramme informieren.

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GEB 05-2016

Neue Infos, wichtige Tipps

Förderung von Kommunen Zum 1. Januar 2016 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderrichtlinie „Energieberatung und Energieeffizienz-Netzwerke für Kommunen und gemeinnützige Organisationen“ (EBK) erneuert. Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Das Programm wird gut angenommen, doch zu Beginn gab es einige Fragen in der Durchführung. Hier lesen Sie die Antworten dazu. Cornelia Paatzsch, Britta Großmann

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GEB 02-2016

Bausteine für die Energiewende

11. GRE-Kongress in Kassel Am 17. und 18. März 2016 bietet der GRE-Kongress in der Orangerie in Kassel zahlreiche Vorträge von Experten, Meinungsaustausch und vielfältige Diskussionen. GEB-Leser erhalten Sonderkonditionen.

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GEB 02-2016

Unter der Erde von Berlin

GeoHybrid-Anlage nutzt Sonne und Erdwärme Das energetische Konzept für die Wohnanlage einer Baugruppe kombiniert einen Solarabsorber mit Geothermie und ist dank integriertem Blockheizkraftwerk nahezu unabhängig vom Stromnetz. Die von dem Berliner Unternehmen Geo-En konzipierte Anlage kühlt und beheizt die insgesamt sechs Mehrfamilienhäuser effizient mit erneuerbarer Energie und gilt damit als Modell für die städtische Wärmewende. Klaus Siegele

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GEB 11-2015

Denk mal im Quartier

Energieeffiziente Entwicklungsplanung für ein Altstadtquartier Das Forschungsprojekt eCO2centric hat am Beispiel des historisch gewachsenen Stadtkerns von Biberach an der Riß untersucht, wie weit eine denkmalgeschützte Altstadt an eine CO2-neutrale Energiebilanz herankommen kann. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Stadt- und Mobilitätsplanung, Energieingenieurwesen und Denkmalschutz zeigt Wege und die damit verbundenen Probleme für eine energieeffiziente und klimagerechte Stadtentwicklung auf. Klaus Siegele

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GEB 07-2015

Studie Energetische Sanierunggroßer Wohnsiedlungen

In den Großwohnsiedlungen der 1950er- bis 1980er-Jahre leben bundesweit rund 5 Mio. Menschen. Im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wurden acht Modellprojekte bei der Umsetzung integrierter Handlungskonzepte einer energetischen Sanierung begleitet. In der BBSR-Online-Publikation 06/2015 sind strategische Ansätze, Handlungsfelder, Finanzierungsformen und Kooperationsmöglichkeiten beschrieben. Die Handlungsempfehlungen richten sich vor allem an Kommunen und Wohnungsunternehmen. Bei den untersuchten Modellvorhaben reichten die Strategien von der nachhaltigen Bestandssicherung bis zum grundlegenden Umbau der Siedlungen, um diesen ein neues Quartiersimage zu verleihen. Ein wichtiges Ziel neben der Senkung des Gebäudeenergiebedarfs und dem Einsatz erneuerbarer Energien bestand darin, die Quartiere aufzuwerten und die soziale Durchmischung zu erhalten. Realisiert wurden die Konzepte auf Basis meist verbindlicher Vereinbarungen – etwa städtebaulicher Verträge. Eine externe Projektsteuerung unterstützte Kommunen und Wohnungsunternehmen bei der Umsetzung.

www.bbsr.bund.de , www.bit.ly/geb1091

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GEB 04-2015

Autarkie – aber wie?

Wie definiert sich ein energieautarkes Gebäude? Es gibt viele Bezeichnungen für energetische Gebäudekonzepte, wobei nicht immer daraus hervorgeht, was genau damit gemeint ist. Was ist beispielsweise der Unterschied zwischen einem Plusenergie- und einem Energiegewinngebäude? Auch das Konzept des energieautarken Gebäudes gibt zunächst nur eine abstrakte Vorstellung dessen, was sich dahinter genau verbergen kann. Der nachfolgende Artikel versucht, die Definition zu präzisieren und die Anwendbarkeit als Standard zu bewerten Lutz Dorsch

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