Dossier

Denkmal/erhaltenswerte Bausubstanz

Die energetische Sanierung von Gebäuden hat generell ihre Tücken – noch schwieriger gestaltet sich aber der Kompromiss zwischen dem technisch Machbaren und dem sorgsamen Umgang mit erhaltenswerter Bausubstanz und Denkmälern. Hier finden Sie interessante Beispiele und Wissenswertes zu gestalterischen und bauphysikalischen Aspekten.

GEB 11-2018

Im Namen des Klimaschutzes

Klimafreundliches Temperieren denkmalgeschützter Kirchen Kirchen und Gemeindehäuser sind temporär genutzt. Das Heizungskonzept muss sich daher eng an die Nutzung anpassen. Für Kirchen ist ein individueller Kompromiss zwischen Denkmalschutz, dem Erhalt von Bausubstanz, Kunst und Orgel sowie den Kosten, dem Klimaschutz und der Behaglichkeit zu finden. Der Artikel stellt drei unterschiedliche Konzepte für das klimafreundliche Temperieren von Kirchen vor. Sibylle Wiesemann

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GEB 11-2018

Mit Alt mach’ Neu

Sanierung eines 450 Jahre alten denkmalgeschützten Wohnhauses Mit viel Gespür für die vorgefundene Substanz machte sich eine vierköpfige Familie an die Sanierung eines alten Streckgehöfts, das zwar denkmalgeschützt, aber über die Jahre dem Verfall preisgegeben war. Wo möglich, wurden alte Baumaterialien und -teile wiederverwendet. Für die Beheizung mussten die angedachten regenerativen Konzepte zugunsten einer Gas-Brennwerttherme mit solarer Unterstützung aufgegeben werden, weil Erdbohrungen nicht zugelassen waren, eine Wärmepumpe zu laut und die Investitionen für einen Eisspeicher zu hoch gewesen wären. Claudia Siegele

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1730 wurde das denkmalgeschützte Fachwerkhaus nach einem Großbrand auf den Grundmauern eines noch älteren Objektes errichtet. Jetzt wird es kernsaniert – auch energetisch.

GEB 05-2018

Überraschungen hinter der Fassade

Minimalinvasive Gebäudediagnostik per Videoinspektion Ohne wesentliche Eingriffe in die Bausubstanz wurden in einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus unter anderem Leckagen in der Gebäudehülle, Schimmelbefall und Holzfäule an tragenden Balken entdeckt. Christian Beyerstedt

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GEB 11-2017

Neu aufgelegt: d’Schiere

Grundsanierung eines Schwarzwaldhauses Zuletzt als Billardcafé genutzt, davor als Diskothek bei der Jugend begehrt, um Hits aufzulegen und danach zu tanzen, entging das 1643 gebaute Schwarzwaldhaus durch eine überlegte und grundlegende Modernisierung dem Verfall. Das Beispiel zeigt, wie auch ohne Denkmalschutz regionaltypische Architektur bewahrt und zugleich ein hoher energetischer Standard umgesetzt werden kann. Claudia Siegele

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GEB 11-2017

Wiener Schmäh

Totalsanierung eines denkmalgeschützten Stadthauses Im 23. Bezirk von Wien, wo sich an einem kleinen Platz zwei viel befahrene Straßen kreuzen, konnte man über die Jahre dem Verfall eines viergeschossigen Wohnhauses mit Ladenzeile förmlich zusehen. Nach grundlegender Sanierung erstrahlt die Fassade des 1928 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes in altem Glanz, und es benötigt nur 1/10 des vormaligen Energiebedarfs. Claudia Siegele

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1 Das wieder aufgebaute Berliner Schloss ist kein Denkmal, sondern ein Neubau mit rekonstruierten Barockfassaden.

GEB 11-2017

Denkmal versus Rekonstruktion

Über den Umgang mit Denkmälern Der Erhalt baukulturell bedeutender Bauwerke gehört zu den Errungenschaften der Zivilisation. An solchen Gebäuden und Ingenieurbauten lassen sich die Entwicklungsgeschichte und heimatliche Identität ablesen. Sie unter Schutz zu stellen und zu bewahren ist Aufgabe des Staates und zugleich Bürgerpflicht. Lösungen für ihre Nutzbarkeit bei zeitgemäßem Komfort und angepasstem energetischem Standard zu finden, ist eine Aufgabe, die von intelligenten Kompromissen lebt, sensibles Handeln und hohes Fachwissen einfordert.  Claudia Siegele

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Das typische Kirchenheizungssystem – gibt es das überhaupt? Wohl eher nicht. In den Kirchen ist eine große Bandbreite unterschiedlicher Systeme zu finden. Auch wenn in Nordrhein-Westfalen die Warmluftheizung ein deutliches Übergewicht hat, unterscheiden sich selbst diese Heizungen in der Art der Warmlufterzeugung.

GEB 10-2016

Vor- und Nachteile der Heizsysteme

Beheizung von Kirchen – Teil3 Auf die Frage, welche Kirchenheizung die richtige ist, gibt es keine einfache Antwort. In jedem Fall sollen die kulturellen Werte der Kirche mit ihren Einbauten erhalten bleiben und gleichzeitig eine möglichst hohe Aufenthaltsqualität erreicht werden. Weil grundlegende Änderungen an der Heizungsanlage nur in wenigen Kirchen möglich sind, gilt es fast immer, sich mit den Grenzen der vorhandenen Technik zu arrangieren und die bestmögliche Regelstrategie zu suchen. Christian Dahm

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GEB 10-2016

Vom Lost Place zum Loft Place

Umbau einer alten Färberei zu attraktiven Ferienlofts Seit 2009 revitalisiert der Projektentwickler und Architekt Detlev Delfs den Komplex der ehemaligen Kammgarnspinnerei in Brandenburg an der Havel. Ein Teilabschnitt davon ist der Umbau der zugehörigen Färberei-halle zu 15 hochwertigen Ferienwohnungen und einem Loft. Die denkmalgeschützte Ziegelarchitektur konnte außenseitig nicht gedämmt werden, weshalb man eine Innendämmung aus verputzfähigen Holzfaserplatten wählte, die zudem die vorhandenen Altbautoleranzen aufnehmen konnte. Klaus Siegele

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GEB 10-2016

Schöner Saustall

Umbau und Modernisierung einer Scheune in ein Wohnhaus Holz und Naturstein sind im Montafon die regionaltypischen historischen Baumaterialien. Ein mehr als hundert Jahre altes und seit geraumer Zeit ungenutztes Stallgebäude im Ortskern von Tschagguns inspirierte den Architekten Bernhard Breuer, dem Kleinod wieder neues Leben einzuhauchen. Er baute die Scheune behutsam in ein Wohnhaus um und belegt die Nachhaltigkeit seiner Idee mit dem fast vollständigen Erhalt der baulichen Substanz und einem regenerativen energetischen Konzept. Klaus Siegele

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GEB 11-2015

Ort der Begegnung

Sanierung und Umnutzung eines Denkmals zum Kulturforum Das ehemalige „Königliche Bayerische Postamt“ ist ein stattlicher Gründerzeitbau, dem mit Anbeginn seiner Errichtung im Jahr 1893 eine wichtige Funktion als Verladestation für die Schuhindustrie in Pirmasens zukam. Bis 1976 nutzte die Post das Bauwerk und passte es durch teils herbe Eingriffe in die Bausubstanz für verschiedene Zwecke an, danach stand es jahrzehntelang leer. Mit der Eröffnung zum Kulturforum erwachte die umfassend sanierte „Alte Post“ im Jahr 2014 zu neuem Leben – energetisch und technisch auf neuestem Stand, gilt das Denkmal heute als Vorzeigeobjekt für den sensiblen Umgang mit historisch wertvoller Baukultur. Klaus Siegele

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GEB 11-2015

Denk mal im Quartier

Energieeffiziente Entwicklungsplanung für ein Altstadtquartier Das Forschungsprojekt eCO2centric hat am Beispiel des historisch gewachsenen Stadtkerns von Biberach an der Riß untersucht, wie weit eine denkmalgeschützte Altstadt an eine CO2-neutrale Energiebilanz herankommen kann. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Stadt- und Mobilitätsplanung, Energieingenieurwesen und Denkmalschutz zeigt Wege und die damit verbundenen Probleme für eine energieeffiziente und klimagerechte Stadtentwicklung auf. Klaus Siegele

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