GEB Newsletter: 07-2013 | 12.03.2013

ENERGIEAUSWEIS

Bekannt, geschätzt aber oft nicht zugänglich

Knapp 80 % der Deutschen kennen den vor rund fünf Jahren eingeführten Gebäudeenergieausweis, der über die energetische Qualität einer Immobilie informiert. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage* im Auftrag der dena. In einer ähnlichen dena-Umfrage im Jahr 2008 war der Energieausweis 70 % der Befragten bekannt gewesen.

„Der Energieausweis ist hilfreich“...
Die Mehrheit derjenigen (rund 90 %), die den Energieausweis kennen, findet ihn hilfreich, um die Energiekosten einer Immobilie einschätzen zu können. 80 % der Befragten wussten zudem, dass sie als Interessenten beim Kauf oder bei der Anmietung einer Immobilie ein Recht darauf haben, den Energieausweis des Gebäudes einzusehen. Vor fünf Jahren war dies erst 68 % bekannt gewesen.

...bei Besichtigungen ist er aber nur selten zugänglich
Bei der Verfügbarkeit des Ausweises besteht aber offenbar noch Nachholbedarf: Denn nur 26 % aller befragten Miet- bzw. Kaufinteressenten, die in den vergangenen drei Jahren an einer Immobilienbesichtigung teilgenommen haben, berichteten, dass sie den Energieausweis einsehen konnten. Fast drei Viertel sagten, der Ausweis sei nicht zugänglich gewesen. Dies wird im laufenden Novellierungsprozess der Energieeinsparverordnung (EnEV) durch Druck aus Brüssel aufgegriffen: Laut dem aktuellen Entwurf wird die Vorlage des Energieausweises bei der Besichtigung ab 2014 Pflicht sein. GLR



*) Im November und Dezember 2012 wurden im Rahmen der Umfrage drei unterschiedliche Gruppen befragt. Die erste Gruppe umfasste einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt von 1000 Personen über 18 Jahren. Zudem wurden 1000 Personen interviewt, die in den letzten drei Jahren an einer Besichtigung teilgenommen haben sowie 1000 Bewohner von Gebäuden, die seit 2009 energetisch saniert wurden.
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