GEB Newsletter: 06-2013 | 05.03.2013

STATISTIK

Strompreis: Staatsanteil jetzt über 50 %

Preiskomponenten im Verivox-Verbraucherpreisindex Strom (4000 kWh/a).
Der Staatsanteil am Strompreis hat nach Angaben des Vergleichsportals Verivox erstmals die Grenze von 50 % überschritten. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom zeigt, dass ein privater Haushalt mit einem Strombezug von 4000 kWh/a derzeit durchschnittlich 27,6 Ct/kWh bezahlt. Die Stromkosten belaufen sich damit auf 1104 Euro/a.

Von diesen 27,6 Ct/kWh entfallen 6,43 Ct/kWh (23,3 %) auf die Netznutzungsentgelte. 7,07 Ct(kWh (25,6 Prozent) bleiben den Stromversorgern für den Energieanteil aus Beschaffung, Vertrieb und Marge. Die restlichen 14,1 Ct/kWh (51,1 %) sind Steuern und staatlich bestimmte Abgaben.

Den Endpreis steuert weitgehend der Staat
„Der Staatsanteil beim Strompreis erreicht Ausmaße, die man eigentlich nur von den Spritpreisen kennt“, sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox. „Für die Stromversorger ist das eine schwierige Entwicklung, da sie einen immer geringer werdenden Teil des Endpreises steuern können.“

Die höchste Abgabe ist mit 5,28 Ct/kWh (19,1 %) die Anfang 2013 deutlich gestiegene EEG-Umlage. Die Umsatzsteuer schlägt mit 4,41 Ct/kWh (16,0 %) zu Buche, die Stromsteuer trägt weitere 2,05 Ct/kWh (7,4 %) bei. Die Konzessionsabgabe liegt, mit regionalen Unterschieden, bei 1,68 Ct/kWh (6,1 %) und die KWKG-Umlage ist auf 0,13 Ct/kWh (0,5 %) gestiegen. Neu hinzugekommen sind die §19-NEV-Umlage mit 0,33 Ct/kWh (1,2 %) und die Offshore-Haftungsumlage mit 0,25 Ct/kWh (0,9 %). GLR
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