GEB Newsletter: 25-2012 | 24.10.2012

ENERGIE

Gasnetzgebührenrunde erhöht Gaskosten

Das Vergleichsportal Verivox hat ermittelt, dass die Gasnetzgebühren zum Jahreswechsel 2012/13 um durchschnittlich 10 % steigen werden. Für einen Musterhaushalt entspricht dies Mehrkosten von rund 34 Euro pro Jahr.

„Im Strombereich begründen die Netzbetreiber ihre Erhöhungen mit den hohen Anschlusskosten für Erzeugungsanlagen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien“, sagt Dagmar Ginzel, Energieexpertin bei Verivox. „Die Gasnetzbetreiber haben diese Belastungen jedoch nicht.“

„Gewinnmaximierung der Netz-Monopolisten“
Für den Vorstandsvorsitzenden von LichtBlick, Heiko von Tschischwitz, zeigt die Erhöhung der Gasnetz-Gebühren, die eindeutig nicht auf den Ökostrom-Ausbau zurückgeführt werden könne, die tatsächlichen Motive der steigenden Gebühren für die Strom- und Gasnetze auf: „Die neuen Preisrunden dienen vor allem der Gewinnmaximierung der Netz-Monopolisten unter dem Deckmantel der Energiewende.“ Der LichtBlick-Chef fordert niedrigere Renditegarantien und schärfere Kostenkontrollen für die Netzbetreiber.

Gaskosten steigen um durchschnittlich 34 Euro/a
Die Netzentgelte für einen Verbrauch von 20.000 kWh/a Erdgas liegen derzeit im Bundesdurchschnitt bei 282 Euro. Im kommenden Jahr werden sie voraussichtlich bei 311 Euro liegen. Da auf diesen Preisbestandteil noch die Mehrwertsteuer angerechnet wird, belaufen sich die Mehrkosten auf rund 34 Euro/a. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas (Verbrauch 20.000 kWh) wird um 3 % auf jährliche Gesamtkosten von 1336 Euro ansteigen.

Da die Energiepreise zum Jahreswechsel auf breiter Front ansteigen werden, raten die Experten von Verivox zum Preisvergleich. „Die Preisunterschiede der Versorger sind aufgrund des dynamischen Beschaffungsmarktes im Gasbereich sehr hoch. Wer zum günstigsten verfügbaren Tarif mit gleichen Konditionen wechselt, kann durchschnittlich 321 Euro einsparen“, so Ginzel. GLR
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