GEB Newsletter: 22-2011 | 04.10.2011

ANLAGENTECHNIK

Versicherung für Geothermie-Bohrungen

Wärmepumpen-Anlagen mit Erdwärmesonden ermöglichen eine effiziente Nutzung von Umweltwärme und eine preisgünstige Raumkühlung. Rund 250.000 erdgekoppelte Wärmepumpen-Anlagen gibt es zurzeit in Deutschland. Schadenereignisse durch Geothermie-Bohrungen sind selten, aber nie ganz auszuschließen. Beispielsweise wurden im Juli in Baden-Württemberg etwa 25 Häuser beschädigt. Es wird angenommen, dass durch eine Geothermie-Bohrung zwei grundwasserführende Schichten verbunden wurden und dadurch der Grundwasserspiegel abgesackt ist. Um Schäden durch Bohrmaßnahmen zu vermeiden, sind das Know-how und die Erfahrung qualifizierter Bohrunternehmen die wichtigste Stellgröße. Trotzdem verbleibt für die Bauherren und Nachbarn durch Unwägbarkeiten ein Restrisiko.

„hörtkorngeothermic“
Der Versicherungsmakler Dr. Friedrich E. Hörtkorn GmbH hat gegen die Folgen aus dem Restrisiko in Kooperation mit dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) „hörtkorngeothermic“ entwickelt. Im Falle eines Falles haftet der Bauherr, bis ein Verschulden nachgewiesen werden kann und gegebenenfalls eine Haftpflicht-Versicherung eintritt. Das kann im schlimmsten Fall mehrere Jahre dauern – die Nachbarn können aber ihre Schäden sofort beim Bauherrn geltend machen. „Wenn ein Schaden bei einer Bohrung eintritt, muss schnell und unbürokratisch geholfen werden. Darum empfehlen wir allen Erdwärmesonden-Besitzern, das Risiko abzusichern“, erklärt BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski.

Verschuldensunabhängige Schadenübernahme
Steffen Egolf, Leiter des Geothermie-Bereichs bei Dr. Hörtkorn: „Der Versicherer übernimmt – verschuldensunabhängig – Schäden, die durch Erdsondenbohrungen verursacht werden“. Erdhebung, Erdsenkung, Erdbeben, Erdrutsch, Anschnitt artesisch gespannter Grundwasserleitungen, Gasaustritt, Eintrag mikrobiologischer Verunreinigungen und der Hydraulische Kurzschluss zweier getrennter Grundwasserstockwerke und alle daraus entstehenden Schäden werden damit erstmals versicherbar. Bereits für unter 300 Euro (Einmalbeitrag für ein „normales“ Ein- bis Zweifamilienhaus) können Bauherren über hörtkorngeothermic Schäden und Kosten bis 1 Mio. Euro absichern. Damit es gar nicht erst zu einem Schaden kommt, ist die Beauftragung von qualifizierten und zertifizierten Bohrunternehmen Voraussetzung für den Versicherungsschutz, denn die meisten Risiken lassen sich durch qualifizierte, erfahrene Bohrunternehmen mit technisch aktuellem und einwandfreiem Gerät vermeiden. GLR
  • zurück
  • Druckansicht
  • Versenden

Weitere Artikel zum Thema

Sommerumfrage

Wie zukunftsfähig ist die Energieberatung?

Zur Umfrage

» zum Fragenarchiv

Wissenscheck

Testen Sie Ihr Wissen und lernen Sie dazu! Jeden Monat stellen wir Ihnen vier Fragen aus dem GEB-Umfeld und erläutern die richtige Antwort.

GEB-Newsletter

Ja, ich möchte den GEB-Newsletter kostenlos abonnieren: