GEB Newsletter: 03-2011 | 08.02.2011

ERNEUERBARE

Erneuerbare vermeiden teure Energieimporte

Erneuerbaren Energien haben im vergangenen Jahr nach Auskunft des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) die Einfuhr fossiler Energierohstoffe im Wert von 7,4 Mrd. Euro nach Deutschland vermieden (2009: 6 Mrd. Euro). Darüber hinaus haben sie versteckte Kosten in Höhe von mehr als 8 Mrd. Euro vermieden – das sind Kosten für Klima-, Umwelt-, Gesundheits- und Materialschäden, die durch die Verwendung fossiler und nuklearer Brennstoffe entstehen, im Preis dieser Technologien aber nicht enthalten sind.

Erneuerbare decken 10,5 % vom Energieverbrauch
Insgesamt stieg die Energiebereitstellung aus regenerativen Quellen nach aktuellen Berechnungen des BEE in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr in 2010 gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 16 Mrd. kWh (196 kWh/Bundesbürger) an. Das bedeutet einen Zuwachs um 6,4 % auf rund 265 Mrd. kWh (3251 kWh/Bundesbürger). Dies entspricht einem Anteil von 10,5 % erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch in Deutschland.

Der Wärmesektor stagniert
Im Wärmesektor fehlt der erforderlich Schwung beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. 2010 lag die Energiebereitstellung aus Erneuerbaren nur knapp 5 Mrd. kWh oder 4,3 % über dem Wert von 2009. BEE-Präsident Dietmar Schütz: „Der Wärmemarkt ist und bleibt der springende Punkt in Sachen Klimaschutz und Ressourcensicherheit. Wir verwenden für Nutzwärme rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs. Nach wie vor fehlt hier jedoch ein verlässliches und vor allem haushaltsunabhängiges Ausbauinstrument.“ Mit 8,9 % stagnierte der Anteil der Erneuerbaren an der Wärmeversorgung auf vergleichsweise niedrigem Niveau (2009: 8,8 %). Beim Stromverbrauch sind bereits 17,4 % (2009: 16,5 %) substituiert. GLR

Zahlen für die Jahre 2006 bis 2010 im Überblick
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