GEB Newsletter: 06-2010 | 09.03.2010

ANLAGENTECHNIK

DEPV: „Pelletheizungen sind sicher“

Nach der Warnmeldung des TÜV Rheinland vor der Gefahr einer Anreicherung von gefährlichem Kohlenmonoxid in Pelletlägern (Bericht im GEB-Newsletter) hat der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) darauf hingewiesen, dass es bei einer Pelletheizung im Privathaushalt kein Risiko für den Betreiber gebe. „Bei sachgemäßem Umgang mit Lager- und Heizräumen geht im Privathaushalt von normgerechten Holzpellets keine Gesundheitsgefährdung aus“, erklärte DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele.

„120.000 Anlagen – keine Unfälle“
Im Privathaushalt gebe es keinen Anlass zur Beunruhigung. Hier würden weiterhin die bekannten Sicherheitsregeln im Umgang mit Energielager- und Heizräumen gelten. Der DEPV hat 2008 hierfür einen Sicherheitsflyer und ein Warnschild für den Lagerraum entworfen, die über Heizungsbauer und Pellethandel vertrieben werden. Der DEPV weist darauf hin, dass bei über 120.000 Pelletheizungen in Deutschland bislang keine Unfälle durch Kohlenmonoxid bekannt geworden sind. „Dies zeigt eindeutig, dass die Pelletheizung eine sichere Wärmequelle ist“, so Bentele.

Gesonderte Regeln für große Pelletläger
Gleichwohl bereitet der Verband nach dem Todesfall in einem großen Pelletlager (über 150 t) Sicherheitsvorschriften im Umgang mit „Großlagern“ vor. Es werde umgehend ein gesondertes Warnschild für diese Läger geben, das über die Heizungshersteller verteilt werden soll. „Darüber hinaus wird so schnell wie möglich ein technisches Regelwerk für den Umgang mit Großlagern erarbeitet“, betonte Bentele. Wie groß ein „Großlager“ ist, ließ der DEPV in seiner Pressemittelung allerdings offen, stellte jedoch folgenden Hinweis ganz an den Anfang: „Erste wissenschaftliche Studien aus Österreich zeigen, dass es in großen Pelletlagern (> 10 t) und in luftdichten Systemen zu überhöhten Kohlenmonoxid(CO)-Werten kommen kann.“ GLR

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