GEB Newsletter: 06-2009 | 08.03.2009

ENERGIE

Nach der Wirtschaftskrise explodiert Ölpreis

Viele Energieberater befürchten, dass mit den zurzeit sinkenden Energiepreisen auch die Bereitschaft zur energetischen Modernisierung nachlässt. Niedrige Energiepreise dürften aber eine trügerische Illusion sein. Die Reaktion der Ölproduzenten auf die Wirtschaftskrise bereitet den nächsten Preisauftrieb sogar schier unausweichlich vor. Selbst von der Krise gebeutelt, haben die Ölproduzenten ihre Investitionen parallel zu der gesunkenen Ölnachfrage massiv gedrosselt. Doch auch bei einer verringerten Ölförderung sinkt durch geophysikalische Gegebenheiten die Förderkapazität. Kompensieren kann man diesen Effekt nur durch Investitionen, in die Erschließung neuer Ölfelder oder in bessere Fördertechnik. Doch viele Experten sind sich sicher, die momentanen Investitionen reichen dazu bei weitem nicht aus.

So warnte beispielsweise am 27. Februar 2009 Nobuo Tanaka, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), in der Süddeutschen Zeitung: „Uns besorgt, dass die Ölfirmen ihre Investitionen zurückfahren. Denn wenn die Nachfrage wieder anzieht, könnte es zu einem Versorgungsengpass kommen. Wir prophezeien sogar, dass dieser Engpass 2013 eintreten könnte.“ Laut dem Zeitungsbericht geht die IEA davon aus, dass ohne einen baldigen Investitionsschub in die Erschließung neuer Ölfelder der Ölpreis auf bis zu 200 US-$ pro Barrel - mit gewaltigen Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum - steigen könnte. GLR

Zum Artikel: Die nächste Ölkrise kommt auf sueddeutsche.de
Siehe auch: Vom Überfluss zum Mangel auf geb-info.de

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