GEB Newsletter: 02-2009 | 26.01.2009

ENERGIE

Bundesweiter Heizspiegel neu erschienen

Die Energieverbräuche in Deutschland sind im Kalenderjahr 2007 durchschnittlich um 7% und die Heizkosten zwischen 3 und 6% gesunken. Gründe hierfür sind sparsames Heizverhalten, wärmere Temperaturen und relativ stabile Preise bei Öl und Gas. Die Heizkostenabrechnung 2008 wird aber deutlich höher ausfallen, die Energiepreise sind im vergangenen Jahr förmlich explodiert, zudem war der Winter 2008 kälter.

Leichte Heizkostensenkung in 2007...
Der aktuelle Bundesweite Heizspiegel, den co2online in Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund veröffentlicht hat, weist aus, dass 2007 die Heizkosten für Mieter und Verbraucher bei mit Erdgas beheizten Wohnungen durchschnittlich um 5,6%, bei mit Heizöl beheizten Wohnungen um 4,9% und bei Wohnungen mit Fernwärme um 3,2% gesunken sind. Der Heizenergieverbrauch ging sogar um rund 7% zurück. Ursachen hierfür sind deutlich sparsameres Heizverhalten der Mieter und Verbraucher, der milde Winter 2007 mit höheren Durchschnittstemperaturen und relativ stabile Energiepreise. Im Jahresdurchschnitt 2007 wurde Gas um 2,9% teurer, der Ölpreis sank um 1,4%.

...deutliche höhere Kosten für 2008 erwartet
Die Freude über die aktuellen Zahlen des Bundesweiten Heizspiegels wird aber nur von kurzer Dauer sein. 2008 wird eine warme Wohnung drastisch teurer. Die Preise für Öl und Gas sind um 20 bis 30% gestiegen. Das wird sich in der Heizkostenabrechnung 2008 niederschlagen. Mieter müssen dann mit höheren Nachzahlungen rechnen. Dazu kommt, dass die Klimadaten einen höheren Wärmeverbrauch erwarten lassen.

Heizkostenkontrolle
Der Bundesweite Heizspiegel basiert auf bundesweit erhobenen Heizdaten von 63.000 zentral beheizten Wohngebäuden. Er bewertet den Heizenergieverbrauch und die Heizkosten von Wohngebäuden in vier Klassen: optimal, durchschnittlich, erhöht und extrem hoch. Hierbei wird zwischen Erdgas, Heizöl und Fernwärme unterschieden. Mieter und Eigentümer können die Zahlen ihrer aktuellen Heizkostenabrechnung mit den Werten des Heizspiegels vergleichen und so ihr Gebäude einstufen. So ermöglicht der Heizspiegel eine schnelle und unkomplizierte Identifikation von Gebäuden mit hohem Heizenergieverbrauch. GLR

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