GEB Newsletter: 04-2008 | 04.03.2008

ENERGIEAUSWEIS

Jetzt auch Bedarfsausweise umsonst

Seit Ende Februar bietet die HypoVereinsbank ihren Neu- und Bestandskunden in Zusammenarbeit mit ihrer Bausparkasse „Vereinsbank Victoria Bauspar AG“ kostenlos den so genannten „VVB Energieausweis+“ in der Bedarfsvariante an. Laut HypoVereinsbank wird der Energieausweis nach einer Plausibilitätsprüfung vom Ingenieurbüro SEnerCon GmbH auf der Basis von Daten ausgestellt, die der Eigentümer liefert. Geschäftsführer der SEnerCon GmbH ist Dr. Johannes D. Hengstenberg, ebenfalls Geschäftsführer bei der bekannten co2online gGmbH.

Energieausweis plus Finanzierung
Laut HypoVereinsbank erhalten die Kunden einen Energieausweis nach EnEV-Kriterien in der Bedarfsvariante und „als Plus Finanzierungslösungen für notwendige Modernisierungsmaßnahmen, die gegebenenfalls auch den KfW-Zuschuss enthalten. Außerdem gibt der VVB Energieausweis+ wertvolle Hinweise zu Einsparpotenzialen für die Immobilie und Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die vorgeschlagene Modernisierung“. Laut einer Pressemitteilung hätten erste Auswertungen des VVB Energieausweis+ ergeben, dass pro erstellten Energieausweis durchschnittlich ein Modernisierungsbedarf von über 34.000 Euro identifiziert wurde.

Ausweis aus der Ferne
Ganz und gar nicht in das Konzept zu passen scheint die Erklärung in der eigenen Pressemitteilung zum kostenlosen Energieausweis: „Beim Bedarfsausweis ermittelt ein Fachmann (z.B. Architekten, Ingenieure, Schornsteinfeger oder Energieberater) den Energiebedarf. Diese Ausweisart beschreibt den energetischen Zustand des Gebäudes. Wichtig dabei ist v.a. die Qualität der Fenster, Decken und Außenwände sowie der Heizungsanlage. Der Verbrauchsausweis spiegelt lediglich Informationen zum Baujahr und den Strom- bzw. Wärmeverbrauch der vergangenen drei Jahre wider.“
Auf seiner Webseite beschreibt SEnerCon sein Angebot zum Energieausweis wie folgt: „SEnerCon bietet einen Online-Ratgeber für Energieausweise an, den wir im Design unserer Kunden erstellen und der in deren Website integriert wird. Energieausweis-Interessenten können so bequem und direkt die zur Ausweiserstellung erforderlichen Daten eingeben. Ausstellungsberechtigte Ingenieure führen daraufhin bei SEnerCon eine Plausibilitäts- und Qualitätskontrolle durch. Auf Wunsch übernehmen wir gern auch Druck, Unterschrift und Versand des Ausweises. Ebenfalls möglich ist die manuelle Erfassung der Energieausweisdaten durch uns.“

Kommentar
Als der Energieausweis noch Energiepass hieß und dicht unter der Energieberatung eingeordnet wurde, hatte die Branche angeregt, Banken und Baufinanzierer in die Thematik und letztendlich in die Auftragsbeschaffung einzubeziehen. Das war und ist wichtig und richtig. Denn ohne Finanzierung erfolgt keine Modernisierung. Und der erste Reflex - den Sparstrumpf aufzulösen - ist angesichts günstiger Förderkonditionen nicht immer die beste Lösung. Umfassende Beratungsleistung zur Finanzierung können/wollen/dürfen nur wenige Energieberater von Haus aus leisten. Mit einem individualisierten Finanzierungskonzept lässt sich einfach mehr oder das gleiche günstiger erreichen.
Jetzt steigt eine Bank ein und ich kann den Aufschrei schon förmlich hören. Sie wird nicht der einzige Anbieter bleiben, der den Energieausweis als kostenlose Leistung in sein Serviceangebot integriert. Wir würden uns deswegen insbesondere über Zuschriften freuen, die eben nicht nur aufschreien, sondern auch nach den Chancen Ausschau halten oder sogar Hinweise geben, was sich längst im kleineren auf regionaler Ebene alles so tut. GLR

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