GEB Newsletter: 19-2006 | 07.09.2006

AKTUELLES

dena: Energie ist kein Discount-Artikel

Stephan Kohler, Geschäftsführer dena
„Schluss mit dem Lamentieren über hohe Energiekosten. Verbraucher sollten ihre Handlungsmöglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs besser nutzen“, fordert Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena).

„Energie ist kein Discount-Artikel, der zu Billigpreisen angeboten werden kann, sondern ein wertvolles und begrenztes Gut. Die Nachfrage nach Energie steigt weltweit, die fossilen Rohstoffe gehen zur Neige und notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz verursachen zusätzliche Kosten. Steigende Energiepreise geben genau diese Marktsituation wieder und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene. Deshalb müssen alle Verbraucher Energie effizienter einsetzen, um wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben – die Unternehmen genauso wie staatliche Institutionen und private Haushalte“, so Kohler.

Die dena zeigt, wie groß die Effizienzpotenziale zum Beispiel beim Stromverbrauch in privaten Haushalten sind und hat dafür berechnet, wie ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt seine Stromkosten um bis zu 300 Euro im Jahr senken kann. Die dena-Empfehlungen:

Beleuchtung
Normale Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzen und Halogen-Deckenfluter vermeiden. Jährlich gespart: 85 Euro.

TV, PC und Co.
Hohe Stromkosten verursacht der unnötige Stand-by-Verbrauch von TV, PC und Co. Lösung: Möglichst viele gemeinsam genutzte Geräte an einer schaltbaren Steckdosenleiste anbringen und außerhalb der Nutzungszeiten vom Stromnetz trennen. Für PC-Nutzer: Die Energiesparfunktion des PCs aktivieren. Jeder Neuanfang birgt auch eine Chance zum Stromsparen: Vor dem Kauf eines neuen Gerätes den Stromverbrauch im Normalbetrieb und im Stand-by vergleichen. Jährlich gespart: 60 Euro

Haushaltsgroßgeräte
Bei der Anschaffung von Haushaltsgeräten die Energieeffizienzklasse A auswählen und bei Kühl- und Gefriergeräten auf die Effizienzklasse A+ und A++ setzen. Kühl- und Gefriergeräte, die älter sind als zehn Jahre, sollten durch neue ersetzt werden. Waschmaschinen voll beladen und öfter bei 30 oder 40 Grad waschen. Bei Spülmaschinen konsequent das Energiesparprogramm nutzen. Jährlich gespart: 90 Euro.

Heizungspumpe
Auch die Heizungspumpe im Keller braucht Strom. Hier lohnt sich eine hocheffiziente Pumpe mit dem Effizienzlabel A. Zusätzlich lässt sich der Stromverbrauch durch eine möglichst gute Abstimmung zwischen Heizungspumpe, Rohrleitungen und Heizungskörpern reduzieren. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass die Pumpe tatsächlich nur während der Heizperiode in Betrieb ist. Jährlich gespart: 60 Euro.

Informationen zu Stromsparmöglichkeiten der Initiative EnergieEffizienz der dena: www.stromeffizienz.de GLR
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