GEB Newsletter: 13-2006 | 22.06.2006

NEUE NORMEN

VDI 4300: Messstrategien bei Schimmelpilzen

Schimmel an der Wand führt immer wieder zu Rechtstreitigkeiten zwischen Mieter und Eigentümer: Sind falsches Lüftungsverhalten oder schlechte Bausubstanz die Ursache für das gesundheitsschädliche Schimmelpilzwachstum? Die gesundheitsschädliche Wirkung von Schimmelpilzen beruht auf der Produktion von Pilzgiften (Mykotoxinen) oder allergen wirksamen Stoffen. Möglicherweise werden auch Infektionen ausgelöst oder verstärkt. Besonders gefährlich sind versteckte Schimmelpilzschäden, die Krankheiten auslösen können, deren Ursachen über lange Zeit hin nicht zu identifizieren sind.

Die von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN neu herausgegebene Richtlinie VDI 4300 Blatt 10 behandelt die Messstrategie bei der Untersuchung von Schimmelpilzen im Innenraum. Sie gibt in erster Linie eine Hilfestellung für die Ermittlung von Schimmelpilzquellen. Die Richtlinie stellt unterschiedliche Untersuchungsverfahren sowie Einsatzmöglichkeiten vor und beschreibt die Aussagefähigkeit der Verfahren. Es werden Handlungsanweisungen für die Begehung und die Bestandsaufnahme des betroffenen Raumes oder Gebäudes sowie Hinweise zu geeigneten Probenahme- und Analysenverfahren gegeben, um eine größtmögliche Vergleichbarkeit der gewonnenen Messdaten für eine festgelegte Messaufgabe zu erzielen.

Der Entwurf der Richtlinie VDI 4300 Blatt 10 ist ab Juli beim Beuth Verlag erhältlich (65,70 Euro). Online-Bestellung unter: www.vdi.de/richtlinien. Einsprüche können bis zum 31. Oktober 2006 geltend gemacht werden. GLR
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