GEB Newsletter: 13-2009 | 02.06.2009

ANLAGENTECHNIK

Mini-KWK: Skepsis beim Einfamilienhaus

Die stromerzeugende Heizung mit Mini- oder Mikroanlage zur Kraft-Wärme-Kopplung wird zurzeit vielfach als System propagiert, mit dem in den nächsten Jahren vermehrt zu rechnen sei. Auch Planer und installierende Betriebe sind sich darin einig: In einer Umfrage von BauInfoConsult unter Architekten und SHK-Installateuren teilte die deutliche Mehrheit der Befragten die Meinung, dass die Mini-KWK-Anlage immer mehr im Kommen ist. Doch in welchen Gebäuden sehen die Akteure die Minikraftwerke am häufigsten zum Einsatz kommen?

Planer und SHK-Handwerker erwarten KWK-Wachstum
In telefonischen Interviews wurden je 180 Planer und SHK-Handwerker darum gebeten, die Bedarfsentwicklung nach Mini- oder Mikroanalgen zur Kraft-Wärme-Kopplung innerhalb der nächsten drei Jahre abzuschätzen. Nach Ansicht von 70% der befragten Architekten und 64% der SHK-Installateure wird der Ansatz von Mini-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in den nächsten drei Jahren zunehmen oder deutlich zunehmen.

Hohe Zuwächse im Mehrfamilienhaus erwartet
Die Antworten auf die Frage nach dem Potenzial der einzelnen Gebäudearten zeigen, dass eine Sensibilität für den wirtschaftlichen KWK-Einsatz existiert. Vor allem in Gebäuden, die in der Regel von Nutzern ausgelastet sind und demnach einen hohen Heizbedarf und einen kontinuierlichen Grundlastbedarf haben (Trinkwassererwärmung) haben, wurden identifiziert: Einen deutlich häufigeren Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in den kommenden drei Jahren erwarten die Befragten vor allem in Mehrfamilienhäusern (Architekten: 59%, SHK-Installateure: 72%) erst mit deutlichem Abstand folgen Büro- und Verwaltungsgebäude (je ca. ein Drittel). Besonders skeptisch waren die Befragten beim KWK-Einsatz im Einfamilienhaus. Lediglich rund ein Viertel erwartet in der mit Abstand häufigsten Gebäudeart in den kommenden drei Jahren deutliche Zuwächse. GLR

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