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EEWärmeG in öffentlichen Gebäuden

Gibt es im EEwärmeG eine Vorschrift, die öffentliche Gebäude anders bewertet, als sonstige Gebäude? Ich rechne zurzeit einen Kita-Neubau, welcher mit einer Luft-WP nur zur Beheizung ausgestattet wird. EEWärmeG war zunächst erfüllt, aber wenn ich in meiner Software auf öffentl. Gebäde "umstelle" erreicht das EEWärmeG nur noch 43% aus der Übererfüllung. Wie kann das sein? Ich kann im Gesetzestext keinen Hinweis finden.
Datum: 17.01.2018 17:05:41

Re: EEWärmeG in öffentlichen Gebäuden

Bei Verwendung von Geothermie u. Umweltwärme - in diesem Fall die Luft-Wasser-Wärmepumpe müssen min. 50% des Wärme- u. Kälteenergiebedarfes des Gebäudes durch die Wärmepumpe gedeckt. Damit sind die Anforderungen des EEWärmeG erfüllt. Diese Anforderungen gelten sowohl für den Neubau eins Gebäudes als auch den Neubau eines öffentlichen Gebäudes. Die Deckungsanteile des Heizstabes (bei bivalentem Betrieb falls vorhanden) sind abzuziehen. Dass berechnen nach meiner Ansicht viele Energieberatersoftware nicht richtig. Deswegen ist eine eigene Prüfung durch den Aussteller erforderlich.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe muss gemäß EEWärmeG folgende Qualitätsanforderungen erfüllen:
- die Jahresarbeitszahl beträgt bei Luft-Wasser-Wärmepumpen ≥ 3,3
- die Wärmepumpen müssen über einen Wärmemengen- und Stromzähler verfügen, deren Messwerte die Berechnung der Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe ermöglichen
- die Wärmepumpen müssen mit dem gemeinschaftlichen Umweltzeichen „Euroblume“, dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ oder dem Prüfzeichen „European Quality Label for Heat Pumps“ ausgezeichnet sein oder Anforderungen nach europäischen oder gemeinschaftlichen Normen erfüllen.

Als Ersatzmaßnahme ist die Erfüllung des EEWärmeG aus Übererfüllung der EnEV-Anforderungen möglich.

Für Neubau gilt:
Unterschreitung des Jahres-Primärenergiebedarfs um mindestens 15%
Unterschreitung der Wärmedämmung der Gebäudehülle um mindestens 15%.

Für Neubau öffentliches Gebäude gilt:
Unterschreitung des Jahres-Primärenergiebedarfs um mindestens 15%
Der Transmissionswärmetransferkoeffizient ist um mindestens 30% zu unterschreiten.

Die Maßnahmen können auch miteinander kombiniert werden. Die Summe der Erfüllungsgrad muss mindestens 100% betragen.


MfG G. Hila
Datum: 24.01.2018 10:13:59

Re: EEWärmeG in öffentlichen Gebäuden

Datum: 24.01.2018 10:17:00

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