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Dachgeschoss Nachlegalisierung

Hallo,
bei Wohnhäusern ist des Öfteren anzutreffen, dass das Dachgeschoss im Laufe der Zeit zum Wohnraum umfunktioniert wurde, aber keine Wohnraumerweiterung angemeldet wurde. Welcher EnEV-Nachweis muss dann für eine Nachlegalisierung erstellt werden? Vom Gefühl her würde ich sagen, entsprechend der Entstehungszeit. Ist das richtig und was ist, wenn es noch keine EnEV oder WSchVo gab?
Besten Dank im voraus!
Dietmar
 

 

Datum: 19.01.2017 10:36:24

Re: Dachgeschoss Nachlegalisierung - Ein Blick in die EnEV hilft

Hallo Dietmar,

laut EnEV § 28 (1 und 2) sind die Anforderungen zu erfüllen, die zum Zeitpunkt des Bauantrages für die Legalisierung des Dachgeschoßausbaus gelten.

 



Eventuell wäre zu prüfen, ob nicht eine Ausnahme ( § 24 EnEV) oder Befreiung (§ 25 EnEV) in Frage kommt, weil ein Bestehen auf die Einhaltung der aktuellen Anforderungen unverhältnismäßig wäre oder für den Antragsteller eine unbillige Härte bedeuten würde. Das sollte man im Vorfeld mit dem zuständigen Bauordnungsamt abklären.

 



Viele Grüße

Ulrich Lehmann

Datum: 02.02.2017 12:07:53

Re: Dachgeschoss Nachlegalisierung - Ein Blick in die EnEV hilft

Hallo Ulrich,
danke für die Antwort. Ich bin da schon dran, das Bauordnungsamt spielt nicht mit. Letztendlich hat der Kunde auch 40 Jahre Miete eingezogen für eine Wochnung, die keine ist. Deshalb sehe ich das entspannt, wollte aber gerne noch den Rat eines Kollegen erfragen.
Deshalb noch einmal besten Dank!
Dietmar

Datum: 02.02.2017 14:49:20

Re: Dachgeschoss Nachlegalisierung - Ein Blick in die EnEV hilft

Hallo Dietmar,

 

ergänzend möchte ich noch empfehlen, einen Blick in die Anlage 3 Punkt 4 – Dachflächen – zu werfen und zu prüfen, ob nicht Satz 3

 

„Satz 2 ist nicht auf Bauteile anzuwenden, die unter Einhaltung energiesparrechtlicher Vorschriften nach dem 31. Dezember 1983 errichtet oder erneuert worden sind.“

 

oder

 

Satz 4

 

„Wird bei Maßnahmen nach Satz 2 Buchstabe a der Wärmeschutz als Zwischensparrendämmung ausgeführt und ist die Dämmschichtdicke wegen einer innenseitigen Bekleidung oder der Sparrenhöhe be-grenzt, so gilt die Anforderung als erfüllt, wenn die nach anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungswert der Wärmeleit-fähigkeit λ = 0,035 W/(m·K)) eingebaut wird.“


 

zum Tragen kommen könnte. Das ist Deiner Einschätzung als Nachweisersteller überlassen und Du müßtest die Kollegen von der Bauaufsicht nicht bekloppt machen. Das Gleiche gilt analog auch für Wände. Auf diese Weise könntest Du Dich relativ elegant aus der Affäre ziehen.


 

Viele Grüße

 

Ulrich Lehmann

Datum: 02.02.2017 16:06:45

Re: Dachgeschoss Nachlegalisierung - Ein Blick in die EnEV hilft

Super danke
das wäre noch eine Überlegung mehr wert, wobei vor 40 Jahren eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 selten anzutreffen war. Ich lasse mir was einfallen, hast mir sehr geholfen.

Viele Grüße
Dietmar

Datum: 02.02.2017 17:03:55

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