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Anbau/Aufstockung Bestandsgebäude - Welches Temperaturniveau für Heizkörper

Hallo,

es geht um ein Bestandsgebäude, in welchem die Heizungsanlage bereits vor kurzem erneuert wurde.

Die bestehenden Heizkörper wurden bei Gebäudeerstellung mit einer Temperatur von 70/50°C ausgelegt.

Nun wird ein Teilbereich des Gebäudes aufgestockt bzw. es soll zusätzlich ein Anbau erfolgen. Bei der neuen Heizungsanlage wurde bereits die benötigte Mehrleistung berücksichtigt.

Mit welchem Temperaturniveau müssen jetzt die neuen Heizkörper in der Aufstockung/Anbau ausgelegt werden laut EneV? Kann man 70/50°C fahren oder muss zwingend ein niedrigeres Temperaturniveau eingehalten werden?

Wo kann man dies in der EnEV nachlesen?

Danke schon mal für Antworten.
Datum: 02.02.2017 11:51:19

Re: Anbau/Aufstockung Bestandsgebäude - Welches Temperaturniveau für Heizkörper

Hallo,

hier war sicherlich, wie meist, kein TGA Planer involviert. Eine insgesamt energieeffiziente Lösung im praktischen Betrieb wird hierbei sicherlich nicht herauskommen.
Wie hoch ist denn die benötigte Mehrleistung? Meist sind die WE im Bestand deutlich überdimensioniert! Macht die vorhandene Rohrhydraulik das überhaupt mit (Betriebspunkt der HK Pume)?
Selbstverständlich kann man im Anbau/Aufstockung die VLT reduzieren, dann wird jedoch ein zusätzlicher Mischerkreis benötigt. Energetisch wird das jedoch wenig bringen, da die notwendige hohe VLT vom Bestand vorgegeben/-definiert ist.

Ich empfehle mal den Einbau von WMZ für Hzg u. WW, damit wird die schlechte Energieeffizienz dann offensichtlich (Transparenz)

v.G.

http://www.gesbb-energieberatung.de/

Datum: 10.02.2017 10:34:30

Re: Anbau/Aufstockung Bestandsgebäude - Welches Temperaturniveau für Heizkörper

Die EnEV setzt keine Limitierung bei der gewünschten Temperierung des Heizwassernetzes fest. Allerdings ist das Temperaturniveau in der Bilanzierung des Gebäudeteiles zu berücksichtigen. Falls Sie nach 4701-10 bilanzieren UND das Tabellenverfahren anwenden, so ist auch maximal das zum Tabellenverfahren zugehörige Temperaturniveau zu berücksichtigen. Nutzen Sie das ausführliche Verfahren, so müssen Sie ohnehin den richtigen Klick bei den 4 vorgeschlagenen Temperaturniveaus setzen. Gleiches gilt nach DIN V18599.

Datum: 14.02.2017 10:02:50

Re: Anbau/Aufstockung Bestandsgebäude - Welches Temperaturniveau für Heizkörper

Dieser Teil des Forums ist mit "Praxis" überschrieben.

Die alte Anlage mag mit 70/55 berechnet sein, aber wie arbeitet sie denn wirklich in der Praxis? Heizkurve, T-Vorlauf, T-Raum usw. lassen doch selten höhere als 50-55° Vorlauf zu. Vor allem auch, wenn die HK zu groß ausgelegt sind. Wie werden die Thermostatventile benutzt? Wie ist das Temperaturniveau der Räume, wie ist jetzt die Auslastung der Heizkörper? Eine Wärmebildkamera liefert hier wunderbare Informationen. Wie stimmen Heizlastberechnung mit den real eingestellten Heizkörperwerten überein?

Die Zeiten von 70/55 Auslegung sind schon eine Weile vorbei, aber zu große Heizkörper, vormals 70/55 usw. sind gute Parameter, damit die heutige Heizung auch dauerhaft im Brennwertbereich arbeiten kann. Wie sonst ist ein Rücklauf <42° auch im Winter gewährleistet?

Das "vorgeschriebene" Temperaturniveau ergibt sich aus den Wunschvorstellung des Benutzers, sein Raum muss einfach warm werden.
Deshalb finden sich Antworten für solche Maßnahmen / Umbauten oft nicht allein in EnEV, TGA, 18599 oder ähnlichen Texten. Bei Altbausanierung kann man gelegentlich auch mal pragmatisch den GMV anwenden.
Datum: 15.02.2017 16:20:45

Re: Anbau/Aufstockung Bestandsgebäude - Welches Temperaturniveau für Heizkörper

Hallo zusammen, ich bin neu hier und was es das Thema Heizung angeht total unerfahren. Um ehrlich zu sein kenne ich mich mit Heizungen und Heizkörpern überhaupt nicht aus. Meine Freundin und ich bauen unser Eigenheim und was es dir Heizanlage angeht, habe ich mir zwar Gedanken darüber gemacht, weiß aber nicht, welche Wahl die beste und vernünftigste wäre. Ich habe mir überlegt mir einem wasserführenden Pelletofen zu heizen. Meine Freundin möchte im Haus unbedingt solche Heizkörper https://www.bad-design-heizung.de/heizkoerper/heizkoerper-radiator/ haben. Ob diese nun eine gute Wahl für den Pelletofen sind, weiß ich nicht. Kann mit hier jemand weiterhelfen und mir sagen, welcher Ofen, bzw. welche Heizquelle für die genannten Heizkörper am besten geeignet wäre?? Vielen Dank!
Datum: 15.01.2018 17:27:24

Re: Anbau/Aufstockung Bestandsgebäude - Welches Temperaturniveau für Heizkörper

Ich empfehle Ihnen dringend, einen erfahrenen örtlichen Energieberater in Ihr Bauprojekt einzubinden. Dieser muß Erfahrung in der Heizungsplanung und Berechnung aufweisen, eine eher weniger verbreitete Kombination.

Ihre Freundin möchte historische Gußheizkörper aus der Zeit vor 1930 einsetzen. Bei richtiger Auslegung ist das zwar für jedes beliebige Temperaturniveau machbar, aber nicht empfehlenswert. Aufgrund der sehr hohen energetischen Speichermasse dieser Radiatorenbauart (viel Eisenmaterial, verhältnismäßig großer Wasserinhalt) ist ein solcher Radiator träge zu regeln, infolge dessen verschlechtert sich der Wirkungsgrad der Gesamtanlage. Besser ist immer ein moderner Blechradiator, ohne Gebläse. Für Allergiker etc. gibt es Blechradiatoren auch ohne Konvektorbleche, diese sind dann so einfach putzbar wie die von Ihnen vorgeschlagenen uralten Gußradiatoren.
Eine Regelung mit modernen Thermostatventilen ist natürlich dringendst angeraten und Pflicht, die historischen Drosseln sind unbrauchbar.

Und zum Schluß: Es ist m.E. vollkommen egal welche Heizquelle Sie für die gewünschten Radiatoren bevorzugen, die Gesamtauslegung muß stimmen.

Brennwertkessel und Wärmepumpe: Niedertemperatursystem anstreben mit 50°/38° bei z.B. -14°;
bei Pelletöfen geht auch 70°/50° bei -14°, da bei Pellet der Brennwerteffekt erst bei derart geringen Medientemperaturen eine Rolle spielt, dass er mit Radiatoren ohnehin nicht sonnvoll erschlossen werden kann.
Datum: 16.01.2018 11:19:54

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