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30-40% Abweichung zwischen BzA und BnD

Guten Tag zusammen,
bei einem KfW-151-Programm haben wir eine Abweichung zwischen BzA und BnD in Höhe von -30 bis -40%. Die Kosten für die energetische Sanierung haben sich um diesen Prozentsatz reduziert. Viele Kunden sind nun verärgert, da die Finanzierungen der Wohnungen des MFH auftgrund der BzAs vor Beginn der Maßnahmen ausgelegt sind. Es müssen Darlehen an die KfW zurück gezahlt werden und auch der Tilgungszuschuss fällt für die Kunden geringer aus.
Habt ihr bereits Erfahrungen mit diesem Thema gemacht? Haftet der Energieberater für die Angaben in der BzA?
Danke für eure Hilfe.
Datum: 04.10.2018 16:01:32

Re: 30-40% Abweichung zwischen BzA und BnD

Wie jetzt? Natürlich müssen Kunden Geld zurückzahlen für das es keine Rechnung gibt.

Das finde ich nicht ungewöhnlich, da ich immer einen 10% höheren Kreditberag beantrage um noch Puffer zu haben. 

Das der Kunde das "unbenötigte KfW-Geld nicht für einen "Autokauf" verwenden darf muss ich als Energieberater natürlich zuvor dem Kunden sagen. Zusätzlich unterschreibt er auch die entsprechenden KfW Formulare.

Was wollten Ihre Kunden denn mit dem "übrigen" KfW-Geld anstellen?

Datum: 05.10.2018 08:38:54

Re: 30-40% Abweichung zwischen BzA und BnD

Die Kunden haben eine Wohnung in einem kernsanierten Mehrfamilienhaus zu einem Fixpreis gekauft. Die Kunden müssen an den Bauträger trotzdem den vollen Kaufpreis laut Notarvertrag bezahlten. Nur die energetischen Kosten waren zu Beginn viel höher angesetzt bei der BzA. Bei den tatsächlichen Kosten nach Durchführung wurden nur noch 60% dieser Kosten erreicht. Das Problem liegt darin, dass die Kunden sich zu Beginn die Finanzierung anhand der BzA gestaltet haben. Nun müssen Teilbeträge an die KfW zurück geführt werden, die aber bereits an den Bauträger bezahlt wurden. D.h. es müssen neue Darlehen aufgenommen werden,...
Können die Kunden den Energieberater für die stark abweichende BzA haftbar machen? Hatte jemand schonmal einen ähnlichen Fall?
Datum: 05.10.2018 08:55:59

Re: 30-40% Abweichung zwischen BzA und BnD

Hallo Herr/Frau Mueller,

da hat Sie der "clevere" Verkäufer wohl benutzt um seine Wohnungen teuer zu verkaufen und schiebt die Schuld nun auf Sie. Eine Haftung durch uns Sachverständige kann ich mir nicht vorstellen, aber vor Gericht und auf hoher See...  Ich würde zuerst meine Haftpflichtversicherung kontaktieren, damit sie mir passiven Rechtsschutz gewährt und würde mir überlegen, was ich einem Anwalt für Unterlagen gebe.

Erstens haben Sie in der BzA nur die "voraussichtliche förderfähige Kosten" bestätigt. Da ist es halt überraschenderweise günstiger geworden, etwa weil kein Architekt oder Statiker etc. beauftragt worden ist

Zweitens weist die KfW in ihrem Expertenwissen für Finanzierungsexperten darauf hin, dass: "Diese Kostenangabe stellt somit eine feste Orientierung für den zu beantragenden Kreditbetrag dar. Nachträgliche (handschriftliche) Änderungen sind nicht zulässig. Wir akzeptieren bei der Antragstellung Betragsüberschreitungen ..."

Drittens hat der Antragsteller in der BzA unterschrieben, dass: "die obigen Angaben vollständig und richtig sind und dass ich/wir diese durch geeignete Unterlagen belegen kann." D.h. er wird sich doch wohl eine Bestätigung des Verkäufers über die voraussichtlichen förderfähigen Kosten besorgt haben, zumindest bestätigt er es.

Viertens heißt es im Merkblatt: "Beim Ersterwerb muss der Kauf- beziehungsweise ein verbundener Kauf und Werkvertrag eine Haftung des Verkäufers....." und weiter: "Der Verkäufer hat den Schaden aus der Kündigung des Kreditvertrages zu tragen."

MfG

Datum: 05.10.2018 13:04:32

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