Welche Erfahrungen haben Sie in dem Zusammenhang gesammelt? Wo gibt es welche Vorgaben?

Neben Denkmälern ist besonders erhaltenswerte Bausubstanz nach den Vorgaben der KfW für Denkmäler förderfähig. Voraussetzung dafür ist eine, von der Kommune unterschriebene Bestätigung, dass es sich bei dem Gebäude um erhaltenswerte Bausubstanz handelt.

Wenn sich die Kommunen bereits mit dem Thema auseinander gesetzt haben und z.B. (Erhaltungs-)Satzungen im Rahmen des Orts-, Gemeinde-, Kommunal- oder Stadtrechts besitzen ist die besonders erhaltenswerte Bausubstanz im Sinne des §24 (1) EnEV evtl. näher definiert. Das könnte es erleichtern abzuschätzen, ob für ein Gebäude eine Bestätigung ausgestellt werden kann.

So erteilt die Stadt Bonn nach Information eines Kollegen eine Bestätigung, wenn das Gebäude unter eine Satzung über „besondere Anforderungen an die Baugestaltung zum Schutz der baulichen Eigenart eines Teilgebietes der Gemarkung XY“ fällt.

Bei der Stadt Köln reicht es nicht aus, wenn das Gebäude im Gebiet einer Satzung „zur Erhaltung baulicher Anlage und der Eigenart von Gebieten (Erhaltungssatzung)“ fällt. Hier wird zusätzlich ein privates Gutachten gefordert, welches die „besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ für das spezifische Gebäude belegt.

Speziell in NRW gibt es in einigen Gemeinden oder Stadtteilen Denkmalpflegepläne im Sinne des §25 (2) des Denkmalschutzgesetzes (DSchG). Hier taucht ebenfalls der Begriff der „erhaltenswerten Bausubstanz“ auf.