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Vereinfachungen gemäß BMVBS für KfW-Effizienzhaus gültig ?

Hallo ihr Energieberater,

ich würde gerne mal Eure Meinung zum Thema Sanierung auf KfW-Effizienzhaus und Vereinfachungen laut EnEV hören.

Konkret folgendes:

Wenn ich mir bei der Erstellung eines bedarfsorientierten Energieausweises nicht sicher bin, welche Baustoffe am Objekt verwendet wurden und wie der Wandaufbau genau aussieht (beispielsweise bei fehlender Baubeschreibung), dann greife ich immer auf die Vereinfachungen vom BMVBS zurück (also auf tabellierte U-Werte entsprechend dem Baujahr). Diese sind laut EnEV immer zulässig !

Meine Frage:
sind diese Vereinfachungen gemäß BMVBS auch bei Sanierung auf ein KfW-Effizienzhaus zulässig? Denn mit diesen Vereinfachungen ist der U-Wert der Bauteile v.a. bei älteren Gebäuden oft deutlich besser als bei detaillierter Eingabe der Wandaufbauten in die Software.

Bei der KfW sagt man bei der tel. Infoline, dass die Berechnung nach EnEV erfolgen muss. Die EnEV wiederrum sagt, das bei fehlenden Daten oder Unsicherheit die Angaben des BMVBS zu verwenden sind.

Also kann ich doch bereits von Anfang an das Gebäude etwas "aufwerten", in dem ich die Tabellenwerte des BMVBS verwende.

Wie seht ihr das ?

Grüsse M. Dahmen

Datum: 27.12.2009 16:53:58

Re: Vereinfachungen gemäß BMVBS für KfW-Effizienzhaus gültig ?

... die Frage lässt sich meiner Meinung nach nicht ganz einfach beantworten. In der Anlage zum Förderprogramm heißt es: "Es sind die Rechenvorschriften des § 3 EnEV anzuwenden". Das kann natürlich alles bedeuten. Letztendlich geht es darum, dass ein Sachverständiger einen Energiebedarf zu ermitteln hat (unter Anwendung der Randbedingungen der EnEV). Im Zweifelsfall geht es darum, ob der Sachverständige den Bedarf nach den anerkannten Regeln der Technik ermittelt hat oder ob Subventionsbetrug vorliegt. Deshalb ist es immer hilfreich, wenn man Vereinfachungen und Annahmen dokumentiert. Bauteilwerte aus den Veröffentlichungen des BBSR sind sicherlich o.K. Wenn man daran zweifelt und selbst schlechtere Werte für wahrscheinlich hält, sollte man die eigenen Werte benutzen und das Ergebnis kurz begründen. Die geometrischen Vereinfachungen sind vermutlich nicht mit einer Förderung konform. Auf jeden Fall geht es nicht um einen öffentlichen Nachweis nach EnEV, sondern um ein Gutachten eines Sachverständigen nach den anerkannten Regeln der Technik unter Anwendung der EnEV.
Datum: 27.12.2009 21:47:13

... für Fußgänger ...

Sehr geehrte Herren,

als Info für andere Fußgänger: ich vermute, Sie reden über die Veröffentlichungen, die hier zu finden sind:

http://www.bbsr.bund.de/cln_016/nn_22066/BBSR/DE/Fachthemen/Bauwesen/EnergieKlima/GesetzlicheRegelungen/novellierungEnEV.html

Mfg,
Thomas W. Gerstenhöfer.
Datum: 07.01.2010 09:16:09

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