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Thermische Gebäudehülle bei Mehrfamilienhäusern

Bei Neubauten von Mehrfamilienwohnhäusern verwenden wir 2 verschiedene Definitionen der thermischen Gebäudehülle:

1) Bestandsgebäude:
Das Kellergeschoss liegt außerhalb der thermischen Hülle, da das KG bezüglich der Außenwände nur eingeschränkt und unter der Bodenplatte nicht gedämmt werden kann.


2) Neubau:
Bei Neubauten integrieren wir das Kellergeschoss komplett in die thermische Hülle, mit dem Vorteil, dass dann auch der hier liegende Heizraum sowie auch die Verteilleitungen innerhalb der thermischen Hülle integriert sind.

Dies hat natürlich auch entsprechende Vorteile im ENEV-Ergebnis wenn das Kellergeschoss komplett innerhalb der thermischen Hülle liegt.

Nach meinem Verständnis macht es natürlich auch Sinn den wärmsten Raum des Gebäudes, d.h. den Heizraum, als auch die Verluste der Verteilleitungen innerhalb der Hülle zu sehen.

Frage: Ist das korrekt oder muss das Kellergeschoss zwangsweise außerhalb der Hülle gesehen werden, da es sich ansonsten um nur nicht bzw. indirekt beheizte Räume handelt ?

Ich hoffe, ihr könnt mir bei meinem kleinen Problem behilflich sein :-)

Gruß, Udo

Datum: 27.08.2018 20:33:46

Re: Thermische Gebäudehülle bei Mehrfamilienhäusern

mache ich auch so. Allerdings scheint es hier in der Tat verschiedene Meinungen zu geben.
Bei Hinzunahme des KG berufe ich mich auf das Buch "ENEV Navigator 2, Kapitel 4.2.1". Hier steht, dass die Umfassungsfläche A der tatsächlichen Dämmebene zu definieren ist, auch wenn diese Räume unbeheizt sind.
Datum: 29.08.2018 08:35:30

Re: Thermische Gebäudehülle bei Mehrfamilienhäusern

Die thermische Hülle kann frei definiert werden. Nicht in jedem Raum innerhalb dieser Hülle muss ein Heizkörper sein. Es müssen dann in der Bilanz eben alle Bauteile dieser Hülle hinsichtlich Fläche, U-Werte und Wärmebrücken mit einbezogen werden. Auch muss der Mindestwärmeschutz beachtet werden.

Datum: 29.08.2018 08:44:57

Re: Thermische Gebäudehülle bei Mehrfamilienhäusern

genau das ist immer das Spiel mit den "freien Randbedingungen": jeder Energieberater bilanziert ein Gebäude anders, obwohl es dennoch der Norm entspricht. Somit unterscheiden sich auch (geringfügig) diese Bilanzierungsergebnisse, was wohl auch so geduldet und in Ordnung ist.
Aber dann wird wieder bei anderen Stellen mit Kanonen auf Tauben geschossen, wenn man z.B. alleine die vielen Details in der Anlagentechnik betrachtet, welche Auswirkungen diese auf das Gesamtergebnis haben (stellenweise erst in der dritten oder vierten Nachkommastelle).
Da muss ich mir schon des öftern die Hand vors Gesicht halten; und damit leider leben.
Datum: 07.09.2018 11:00:16

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