Hallo Experten,
ich habe eine Interpretationsfrage zu den Anforderungen an Nichtwohngebäude nach EnEV.
Der Mittelwert der U-Werte der opaken Bauteile darf ja 0,28 W/m²K nicht überschreiten.
In Anhang 2 Nr 2.3 heißt es: "Bei der Berechnung des Mittelwerts des jeweiligen Bauteils sind die Bauteile nach Maßgabe ihres Flächenanteils zu berücksichtigen. Die Wärmedurchgangskoeffizienten von Bauteilen gegen unbeheizte Räume (außer Dachräumen) oder Erdreich sind zusätzlich mit dem Faktor 0,5 zu gewichten."
Nach meinem Verständnis sollen diese letztgenannten Bauteile dadurch weniger Einfluss haben. Summe aus U-Wert und Fläche fließt also nur zur Hälfte in die Mittelwertberechnung ein. Die Summe aller U-Werte und Flächen wird zur Mittelwertbildung durch die entsprechend reduzierte Fläche geteilt.
Anderenfalls würden diese Flächen einen pauschalen U-Wert-Bonus-Abzug von 50% erhalten, der Mittelwert könnte geringer sein als beim besten Bauteil! Angenommen alle opaken Bauteile haben U=0,30. Die Bodenplatte würde mit 0,15 einfließen. Der mittlere U-Wert der Bauteile wäre geringer, EnEV wird u.U. erfüllt - ist das gewollt?
Wie rechnet eure Software??