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Heizlast / Hydraulischer Abgleich Verfahren B mit Kaminofen

Einer "meiner Installateure" muss für ein Bauvorhaben mit KFW-Heizungspaket den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B berechnen. Es stellt sich heraus, dass die vorhandenen Heizkörper in einigen Räumen viel zu klein sind, um die Heizleistung mit vernünftigen Systemtemperaturen zu erreichen. Allerdings ist auch ein Kaminofen vorhanden, der nicht unwesentlich zur Beheizung beiträgt.
In welcher Form darf man dies für eine offizielle Berechnung (KFW-konform) berücksichtigen?
Datum: 21.09.2017 16:19:06

Re: Heizlast / Hydraulischer Abgleich Verfahren B mit Kaminofen

KfW-konform sind 10% an der Gebäudeheizarbeit.
(Jahresbilanz)
Dass Hk zu klein habe ich in 25 Jahren Planertätigkeit noch nicht erlebt. In Bestandsanlagen sind diese immer überdimensioniert.
Sollten jedoch Niedertemperatur-Wärmeerzeuger mit
Systemtemperaturen unter 60°C eingesetzt werden, sieht dies dann anders aus. Es muss eben Wärmeerzeugung-Verteilung-und Abgabesysteme zueinander passen. Da hilft nur eine FACHGERECHTE Planung- und nicht ein Kaminofen.
Datum: 04.10.2017 10:48:08

Re: Heizlast / Hydraulischer Abgleich Verfahren B mit Kaminofen

In der Gesamtbilanz dürfen bei der KFW normalerweise auch nur Kaminöfen als zusätzlicher Wärmeerzeuger berücksichtigt werden, die hydraulisch eingebunden sind. S. Technische FAQ, Punkt 5.15.

Eine Ausnahme gibt es, wenn Räume ausschließlich über einen Kaminofen beheizt werden (5.19)

Meine Frage bezog sich allerdings vor allem auf die Heizlastberechnung zum hydraulischen Abgleich. Wie muss man hier rechnen?
Datum: 04.10.2017 11:17:12

Re: Heizlast / Hydraulischer Abgleich Verfahren B mit Kaminofen

Diese Frage bitte der KfW stellen, denn sie stellt eine Ausnahme dar die nicht geregelt ist.

Meine Antwort wäre:
Offenbar soll oder muß der Kaminofen zu 100% während der Heizzeit brennen, denn sonst wäre der Raum wegen der unterdimensioierten Heizflächen nicht warm zu bekommen. Für einen regulären Aufenthaltsraum ist dies unwahrscheinlich, daher würde ich die Anpassung der Heizflächen ohne Berücksichtigung des Ofens verlangen.
Handelt es sich bei dem Raum aber um einen unregelmäßig genutzten Nebenraum, z.B. Musikzimmer oder Gästezimmer etc., so könnte man bei der Berechnung des hydraulischen Abgleichs die Raumtemperatur soweit absenken, dass die vorhandnen Heizflächen diesen Raum mit dem gleichen Überdimensionierungsverhältnis erwärmen wie den Raum mit dem dann kleinsten Übedimensionierungsverhältnis. Infolgedessen verliert der Raum mit den unterdimensionierten Heizflächen seine Eigenschaft als "Störer". Um dann die Wohlfühltemperatur zu erreichen muß über den Ofen zugeheizt werden.

Das Räume zu gering dimensionierte Heizflächen haben um den dauerhaften Brennwertbetrieb zu gewährleisten kommt in meiner Berufspraxis häufig vor.
Datum: 04.10.2017 11:09:48

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