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Erzeuger Aufwandszahl Pelletkessel

Im GEB 02/2014 wurde in einem Artikel empfohlen um die Energiebilanz zu verbessern, Herstellerwerte von Pelletkesseln zu verwenden, die vom DEPV zur Verfügung gestellt werden.
Hat jemand Erfahrung wie diese Werte in Einklang mit dem umfangreichen Formelwerk der DIN 4701 Teil 10 zu bringen sind und die entsprechende Erzeugeraufwandszahl eg für den Pelletkessel jeweils für Heizung und Warmwasserbereitung berechnet werden kann.
Datum: 21.05.2015 11:18:09

Re: Erzeuger Aufwandszahl Pelletkessel

Mit DIN Standardgrößen zur rechnen, führt bei Pelletkesseln zu deutlich schlechteren Bewertungen gegenüber Berechnungen mit Herstellerdaten. Die DIN lässt aus pragmatischen Gründen Standard-Kenngrößen zu:

Zitat aus DIN V 4701-10 Kapitel 5.3.4.2.5 Biomasse-Wärmeerzeuger: "Wenn die Kenngrößen eines konkreten Produktes nicht bekannt sind (vollständig oder teilweise), kann vereinfachend mit den in Tabelle 5.3-13 angegebenen Standard-Kenngrößen die Erzeuger-Aufwandszahl und der Hilfsenergiebedarf eines Biomasse-Wärmeerzeugers berechnet werden."

Die Erzeugeraufwandszahl eg von Pelletkesseln auf Grundlage der Standard-Kenngrößen liegt typisch bei knapp 1,4.
Zur Verdeutlichung: eg = Brennstoffenergie / Erzeugernutzwärmeabgabe.
eg=1,4 bedeutet also, dass 40% mehr Brennstoffenergie verbrannt wird als der Kessel an Nutzwärme abgibt. Damit wird auch die Wirtschaftlichkeit sehr schlecht bewertet.

Bei Berechnungen mit Herstellerkennzahlen liegt eg bei typisch 1,2 und darunter. Was bedeutet, 20% weniger Pelleteinsatz bei der gleichen Wärmeabgabe des Kessel.

Genau so entscheident ist, die Kennwerte für die Hilfsenergie spezifisch einzusetzen. Wer vergisst, den Pufferspeicher beim Pelletkessel zu berücksichtigen (ACHTUNG: bei Eingabe eines Pufferspeichers in der Rubrik "Speicher" wird dieser in der Regel nicht für die Ermittlung der Kesselzyklen und somit bei der Hilfsenergie berücksichtigt, sondern nur als Speicherwärmeverlust!) und mit Standard-Kennwerten rechnet, kommt bei einem EFH auf einen Hilfsenerigebedarf von rund 2.000 kWh/Jahr! Dies wirkt sich eklatant auf die Wirtschaftlichkeitsrechnung aus. Im Primärenergiebedarf fällt diese unsinnige Größe oft gar nicht auf, das ja der Qp trotzdem noch recht niedrig ist. Diese Effekte sind im Artikel in der Gegenüberstellung auch dargestellt.

Es lohnt sich, genau zu rechnen. Der zeitliche Mehraufwand liegt bei unter 1 Minute - sofern man die Daten zur Hand hat. Diese liegen seit über 1 Jahr für über 150 Kessel genau in der Systematik, wie wir diese für die Eingabe bei der Berechnung brauchen, auf dem Server des DEPV:
http://www.depv.de Rubrik Downloads

Besten Gruß
Klaus Lambrecht
Datum: 29.05.2015 17:33:12

Re: Erzeuger Aufwandszahl Pelletkessel

>Diese liegen seit
>über 1 Jahr für über 150 Kessel genau in der
>Systematik, wie wir diese für die Eingabe bei
>der Berechnung brauchen, auf dem Server des
>DEPV:
>www.depv.de Rubrik Downloads
>
>Besten Gruß
>Klaus Lambrecht

Danke für den guten Tip!

Grüße
Frank-Stefan Meyer
 

Datum: 29.05.2015 18:48:12

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