Dossier

Schimmel/Feuchte

Die Feuchte und die Temperatur des Raumes sowie die Oberflächentemperatur sind die wesentlichen Faktoren beim Schimmelpilzbefall. Sowohl bauliche Einflüsse als auch Nutzerverhalten spielen bei diesem heiklen Thema eine wichtige Rolle.

1 Links: Das Wasser und die Nährstoffe, die der Schimmel für sein Wachstum braucht, bezieht er nicht aus dem Wasserdampf der Luft, sondern aus dem Material, auf dem er wächst. Die Wasseraktivität aw (im Material frei verfügbares Wasser) muss für das Wachstum der meisten Pilze bei ca. 0,8 bis 0,85 liegen. Rechts: Wird die Luftfeuchtigkeit abgesenkt, steigt mit der Schwebstoffbelastung auch die Exposition und das Krankheitsrisiko für Menschen, die sich in den Räumen aufhalten.

GEB 09-2017

Schimmel braucht Wasser, keine Luftfeuchtigkeit

Zusammenhänge zwischen Schimmelpilz, Raumluftfeuchte und Krankheit Die Bewohner schimmelbefallener Häuser sind einem erhöhten Risiko für Asthma, Allergien und Atemwegs-Erkrankungen ausgesetzt. Jedoch sind nicht alle Strategien, die zur Schimmelvorbeugung eingesetzt werden, im Hinblick auf die Gesundheit zu empfehlen. Dr. med. Walter Hugentobler

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GEB 06-2017

Wissen in Können verwandeln

Vermeidung von Schimmelbefall am Fensteranschluss  Tausendmal gehört: Damit kein Schimmel entsteht, muss man Dauerfeuchte verhindern. Wenn es aber an die Detailplanung und Ausführung etwa von Fensteranschlüssen geht, stößt man oft auf erstaunliche Unkenntnis und vielfältige Unsicherheiten. Zeitdruck auf der Baustelle, unzureichende Planung und ein unkoordinierter Ablauf der Gewerke machen es nicht besser. Zeit also, ein paar Klassiker, warum man immer wieder mit Schimmel zu kämpfen hat, aus der Sicht eines Anwendungstechnikers und eines Dozenten für den GIH zu beleuchten. Andreas Zimmermann, Wolfram Kommke

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GEB 09-2016

12,6 °C sind kein Dogma

Einschätzung und Umgang mit dem fRsi-Wert Der fRsi-Wert ist der maßgebende Temperaturfaktor, um kritische Oberflächentemperaturen an raumseitigen Oberflächen zu vermeiden. Leider wird in der Praxis oft übersehen, dass man im Umgang mit dieser Kenngröße die zulässige relative Luftfeuchte an Innenoberflächen in Bezug zum Raumklima setzen muss. Nur weil in den Normen für Wohnungen eine Oberflächentemperatur von 12,6 °C festgeschrieben ist, heißt dies nicht, dass bei einer niedrigeren oder höheren Temperatur ein Mangel oder eine Fehlnutzung vorliegt. Jürgen Veit, Nina Barzani

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GEB 11-2015

Karies im Keller

Mineralische Feuchtesanierung von Innen Im Zuge von energetischen Gebäudesanierungen geraten in aller Regel auch die Kellerräume ins Blickfeld, die heute anders genutzt werden als früher, als man noch Kartoffeln und Kohlen darin gehortet hat und sich an den feuchten Wänden nicht störte. Sowohl die Gefährdung der Bausubstanz als auch energetische Aspekte machen deren nachträgliche Abdichtung unabdingbar, die aber nicht immer außenseitig machbar ist. Eine Alternative dazu ist die mineralische Innensanierung mit bewährten Systemen namhafter Hersteller. Michael Bertels

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Der 120 Jahre alte Kinder­garten mit Einliegerwohnung im 2. Ober­geschoss wurde nicht nur ­energetisch, sondern auch ­baubiologisch vorbildlich saniert.

Bauökologisch orientierte Sanierung eines Kindergartens GEB 09-2013

Den Schimmel im Griff


Ein Kindergarten im schwäbischen Murrhardt hatte mit erheblichem Schimmelbefall zu kämpfen. Eine erste Sanierung im Jahr 2002 schlug fehl, weshalb sich die Stadt angesichts der Fördergelder aus dem Topf des Konjunkturpakets II im Jahr 2009 für eine umfassende Modernisierung entschied und mit Rolf Canters, zugleich Landessprecher des DEN e. V., einen kompetenten Planer und Energieberater beauftragte. Dieser empfahl zur Beseitigung der kritischen Wärmebrücken eine Innendämmung mit Fokus auf baubiologische Aspekte.

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Eigentlich nichts neues: Thermik demonstriert an einem Modellraum im Jahr 1914. Die Segeltuchbahn zeigt die Druckverhältnisse in der Hülle eines beheizten ­Kastens.

Schäden durch Tauwasserausfall in Holzbauteilen GEB 05-2013

Risiko Dampfkonvektion


Wenn Wasserdampf über Luftströmungen in die Konstruktion von Holzbauteilen gelangt, steigt das Risiko von Tauwasserbildung erheblich. Schon bei geringen Druckdifferenzen kann durch eine Fuge, die nur wenige Millimeter breit ist, weit mehr Dampf strömen als per Diffusion über viele Quadratmeter Fläche. Trotzdem muss nicht jedes Leck, das ein Blower-Door-Test offenbart, unbedingt zu einem Feuchteschaden führen. Neben der Örtlichkeit und Größe des Lecks kommt es darauf an, welche Antriebskräfte und Strömungs-pfade es begünstigen, dass gasförmiges Wasser wirklich auskondensiert.

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Die atmende Wand – ein Irrtum und seine Aufklärung GEB 05-2013

Legenden versus Fortschritt


Legenden halten sich hartnäckig – die Mär von der atmenden Wand ist hierfür bestes Beispiel und ein Investitionshemmnis erster Güte. Da nicht zu sehen ist, was in der Wand passiert, wird viel geargwöhnt, wie einst bei Blitz und Donner. Einfache Fragen wie: Gibt es Diffusionsschäden und wo sind sie dokumentiert, warum finde ich keine Bildbelege darüber, wie nass darf eine Wand eigentlich werden – sie werden einfach nicht gestellt. Höchste Zeit für bauphysikalische Aufklärung.

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Keine Angst vor Innendämmung! Teil 2 – Dampfbremse GEB 10-2012

Ohne Folien geht’s auch, aber ...


Keine Wandkonstruktion wirft so viele Fragen auf, wie eine innenseitig gedämmte Außenwand. Wie wichtig ist der Schlagregenschutz? Wie lässt sich die Luftdichtheit im Wandquerschnitt herstellen? Und was ist eigentlich mit der Dampfbremse? Welche Dämmstoffe sind zu bevorzugen und wie dick darf eine Innendämmung eigentlich sein? Selbst unter Fachleuten herrscht nicht immer Einigkeit, was die Einschätzung bestimmter Risiken und Konstruktionsweisen angeht – besonders umstritten ist die Frage, ob grundsätzlich eine Dampfbremse vorzusehen ist, um den Feuchtegehalt in der Wand im Griff zu behalten.

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Innendämmung mit oder ohne Dampfbremse. Ist das die „Gretchenfrage“ bei der Innendämmung?

Keine Angst vor Innendämmung! Teil 1 – Massivbauweise GEB 09-2012

Umstrittene Feuchtgebiete


Obwohl sich Innendämmungen seit Jahrzehnten in der Praxis bewährt haben, scheuen viele Planer und Handwerker diese Dämmvariante. Die „Verlagerung des Taupunktes in die Wand“ erscheint ihnen zu riskant und löst Ängste vor unkontrollierbaren Schäden im Wandquerschnitt aus. Genährt werden derartige Befürchtungen durch normierte Dampfdiffussionsberechnungen (Glaser-Verfahren). Solche Kalkulationen geben jedoch nur die halbe feuchtetechnische Wahrheit wieder, da sie außerplanmäßige Belastungen durch Schlagregen und Hinterströmungen weder einkalkulieren noch erfassen können.

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Innendämmung bei Gründerzeithäusern (Teil 1) GEB 11/12-2011

Hinter den Kulissen


Das Aachener Institut für Bauschadensforschung (AIBau) hat in einer Forschungsarbeit untersucht, ob die energetische Modernisierung von Gründerzeithäusern nach den Anforderungen der EnEV 2009 mit einer Innendämmung schadenfrei möglich ist. Silke Sous, die an der Studie mitgearbeitet hat, fasst in einem zweiteiligen Beitrag die Ergebnisse zusammen. Im ersten Teil wird erläutert, welche bau­physikalischen und konstruktiven Besonderheiten dabei grundsätzlich zu beachten sind und welche diffusionstechnischen Eigenschaften die vorgefundenen Innendämmsysteme aufweisen.

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Schimmelpilzbildung bei Gebäuden GEB 03-2010

Sporen lieben‘s feucht


Die Schimmelpilzbildung in Gebäuden ist eine der häufigsten Ursachen für Baumängel und -schäden. ­Zunehmend werden Streitigkeiten in diesem Zusammenhang gerichtlich geklärt. Die Rechtsprechung ist relativ uneinheitlich und nicht immer eindeutig, obwohl vor dem Richter tendenziell der Nutzer besser davon kommt. Dies hängt auch damit zusammen, dass der ursächliche Sachverhalt, der am Ende zu dem Schadensbild führt, sehr komplex ist. Obwohl es eigentlich immer nur einen Grund für Schimmelpilzbefall gibt: Erhöhte Feuchtigkeit! Entweder durch zu feuchte Raumluft oder ins Bauteil eindringendes Wasser.

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Dem Schimmel auf der Spur GEB 03-2009

Auf der Mauer auf der Lauer


Das Auftreten von Schimmel an den Innenoberflächen von Außenwänden und Gebäudeecken stellt nicht nur optisch, sondern auch hygienisch einen Mangel dar. Die Schimmelursache ist häufig nur schwer eindeutig zu klären, wodurch es in der Folge oft zu langen Diskussionen oder gar zum Rechtsstreit zwischen Eigentümer und Nutzer kommt. Dieser Beitrag geht anhand eines Fallbeispiels der Frage nach, ob das Nutzerverhalten oder die thermische Gebäudehülle für das Auftreten von Schimmelproblemen verantwortlich zu machen ist.

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Tipps, Informationen und Gerichtsurteile GEB 11-2008

Wenn es schimmelt


Wasser, Schimmel und Urteile haben eines gemeinsam: Entstehung, Wirkung und Ergebnis sind nicht vorhersehbar. Dieser Beitrag zielt auf ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zwischen dem vorhandenen Element Wasser, den sich damit entwickelnden einfachsten Lebewesen und den sich daraus ergebenden Rechtsfolgen für den Wohnbereich.

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Schimmelpilzbelastungen unter dem Estrich GEB 03-2008

Versteckte Gefahr


Eine oftmals unterschätzte Gefahr ist die Schimmelpilzbelastung in der Dämmebene von schwimmenden ­Estrichen, die auf Feuchtigkeitsbelastungen durch Wasserschäden oder Wärmebrücken in der Betondecke ­zurückzuführen ist. Aus den Augen, aus dem Sinn – diese Weisheit gilt hier keineswegs, denn der Unter­boden steht über die Randfuge zwischen Fußboden und aufgehender Wand mit der Raumluft in Kontakt. Ein versteckter Schimmelschaden unter dem Estrich kann somit die Raumnutzer belasten. Der Pumpeffekt beim Betreten des Fußbodens kann besonders bei sehr luftdichten Gebäuden zu einer verstärkten, gesundheitsgefährdenden Anreicherung der Raumluft mit gasförmigen Emissionen und/oder partikel­artigen Bestandteilen von Schimmelpilzen führen.

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Ursachen für Feuchteschäden GEB 07-2006

Schotten dicht ?

Die Ursache für einen Schimmelpilzbefall in einem Gebäude oder einer Wohnung liegt nicht immer am falschen Lüftungsverhalten des Mieters oder Eigentümers. Auch in richtig beheizten und gut gelüfteten Gebäuden und Wohnungen können Feuchte­schäden auftreten, die entweder aus einer Innenkondensation herrühren oder aufgrund äußerer Einflüsse entstehen. Um die Frage zu beantworten, warum sich an manchen Stellen feuchte Flecken abzeichnen und an anderen wiederum nicht, bedarf es einer grundlegenden Untersuchung vor Ort, die alle möglichen Einflussfaktoren für die aufgetretenen Feuchteschäden in Betracht zieht - also sowohl den Nutzer als auch das Gebäude.

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Viele Topfpflanzen auf der Fensterbank erhöhen die relative Luftfeuchtigkeit, weil in solchen Situationen eine regelmäßige Stoßlüftung erfahrungsgemäß nicht stattfindet

Schimmelpilzbefall in Gebäuden (Teil 3) GEB 01-2006

(K)ein Grund zur Klage?

Der dritte Teil der Serie befasst sich mit der rechtlichen Frage, ob der Mieter oder der Vermieter für den Schimmelpilzbefall in einer Wohnung verantwortlich gemacht werden kann. Die Beweisführung, ob die Ursache für den Befall am Nutzerverhalten oder aber am Gebäude zu suchen ist, gestaltet sich außerordentlich schwierig und birgt ein hohes Prozessrisiko.

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GEB-ARCHIV 12-2005

Porentief rein

Im zweiten Teil der Serie wird dargestellt, wie Schimmelpilz fachgerecht entfernt wird. Dabei muss der Arbeits- und Umgebungsschutz beachtet werden, um die eingesetzten Fachkräfte nicht zu gefährden und um einer Verschleppung des Befalls vorzubeugen. mehr

GEB-ARCHIV 11-2005

Das sensible Gleichgewicht des Raumklimas

Der erste Teil der Serie befasst sich mit den drei wesentlichen Faktoren für Schimmelpilzbefall: Raumluftfeuchte, Raumlufttemperatur und Oberflächentemperatur. Neben richtigem Heizen und Lüften kann auch durch die geeignete Aufstellung der Möbel vorgebeugt werden. mehr
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