Dossier

Passivhaus

Passivhaus-Konzepte wurden lange Zeit nur im Neubaubereich betrachtet. Das hat sich in den letzten Jahren verändert. Immer mehr Passivhäuser sind im Bestand zu finden. Auch die Komponenten für Passivhäuser werden immer vielfältiger.

1 In Ischgl baute die Lebensmittelkette MPREIS auf 1400 m Seehöhe eine neue Filiale im Passivhaus-Standard, die nicht nur energetisch, sondern auch wirtschaftlich die konventionell gebauten Märkte übertrumpft.

GEB 07-2018

Abwärme im Sonderangebot

Wirtschaftlichkeit von Passivhaus-Supermärkten Die Abwärme von Kühlregalen im Supermarkt genügt, um die Heizung zu ersetzen und damit die Verkaufsräume angenehm zu temperieren. Dass derartige Konzepte unterm Strich wirtschaftlich sind, lebt die österreichische Lebensmittelkette MPREIS seit Jahren vor und macht rundum gute Erfahrungen in der betrieblichen Bilanz. Am Beispiel einer Filiale in Ischgl wird deutlich, dass derartige Konzepte auch an Orten mit langen kalten Wintern funktionieren und gegenüber konventionellen Lösungen mit halbiertem Energiebedarf auskommen. Laszlo Lepp

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GEB 07-2018

Yes we can!

Das Passivhaus – der Gebäudestandard der Zukunft  Seitdem Wolfgang Feist in Darmstadt-Kranichstein hierzulande das erste Passivhaus projektierte, sind fast drei Jahrzehnte vergangen, während derer dieser hocheffiziente Standard den Praxistest bestand und sogar zum Exportschlager wurde. Die damit verbundene Bauweise und Technologie vermögen die Balance zwischen Effizienz und Umstieg auf erneuerbare Energiequellen zu wahren, um die politisch gewollte und ökologisch notwendige Klimaneutralität bis 2050 im Gebäudebereich zu erreichen. Wenn wir das Übereinkommen der Weltklimakonferenz in Paris ernst nehmen, wird das „nearly zero energy building“ (nZEB) gemäß EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in etwa den Passivhaus-Standard aufweisen müssen. Burkhard Schulze Darup

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GEB 04-2018

Dreimal hocheffizient

Modernisierung zum Passivhaus im Bestand Die Grundsanierung dreier Wohn-hochhäuser aus den 1960er-Jahren zeigt auf, dass auch im sozialen Wohnungsbau ambitionierte energetische Ziele machbar sind, ohne dass Mieten explodieren oder sich kommunale Wohnbauunternehmen damit finanziell übernehmen. Die Wohnbau Gießen hat es dank ausgeklügeltem Konzept und mit ausgesuchten Passivhauskomponenten geschafft, den Heizwärmebedarf der fernwärmeversorgten Gebäude auf unter 25 kWh/(m2a) zu senken. Auch weil alle Fördermittel ausgeschöpft wurden, blieben die Warmmieten nach der Sanierung für Bestandsmieter auf gleichem Niveau. Claudia Siegele

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1 Der AGB Frankfurt Holding gehört in Frankfurt ein Mehrfamilienhaus mit 17 Wohneinheiten, das sich ausschließlich regenerativ selbst versorgt. Energielieferanten sind die PV-Anlagen auf dem Dach und an der Fassade, Solarthermie sowie ein BHKW. In den Mietverträgen sind die Heizenergiekosten und ein Strombudget enthalten.

GEB 09-2017

3 in 1 – effizient, regenerativ und komfortabel

Monitoring-ergebnisse eines Passivhauses Da Bestandsgebäude meist nur eingeschränkt gedämmt und mit regenerativer Energie versorgt werden können, müssen Neubauten um so effizienter konzipiert werden, um den angestrebten klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen. Bei Mehrfamilienhäusern ist es aufgrund der begrenzten Dachflächen für PV-Anlagen jedoch schwierig, einen ganzjährigen Energieüberschuss zu erzielen. Ein Passivhaus mit Energiegewinn in Frankfurt am Main zeigt, dass neben dem energetischen Konzept auch der Anreiz zum sparsamen Umgang mit Haushaltsstrom eine wichtige Rolle spielt. Die Messergebnisse nach zwei Jahren Vermietung zeigen, wie sich die Technik bewährt hat und wo Optimierungspotenzial besteht. Marc Großklos

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GEB 07-2017

Kühlen mit coolen Ideen

Sommerkomfort in Passivhaus-Wohngebäuden Allein schon in Anbetracht des Klimawandels, der sich allerorten bereits durch die Zunahme heißer Sommer bemerkbar macht, muss auch in Passivhäusern ein effizienter sommerlicher Wärmeschutz gewährleistet werden. Neben den passiven Maßnahmen wie Nachtlüftung und Verschattung ist auch eine aktive Kühlung in Betracht zu ziehen. Bei guter Planung erfordert diese jedoch nur einen geringen zusätzlichen Energiebedarf. Oliver Kah, Dr. Oliver Ottinger, Tanja Schulz

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1 Das PER-System (PrimärEnergie eRneuerbar): Von der erneuerbaren Primärenergie zur Endenergie.

GEB 07-2017

Neue Klassenordnung

Classic, Plus und Premium – neue Klassifizierung für Passivhäuser Mehr als zwei Jahrzehnte lang definierte sich das Passivhaus nach dem maximalen Heizwärmebedarf in Höhe von 15 kWh/(m2a). Da im Zuge der Energiewende nicht nur die Energieeinsparung im Fokus steht sondern auch die regenerative Energieerzeugung, hat das Passivhaus Institut nun drei Klassen für Passivhäuser und ein dazu passendes PER-Bewertungssystem entwickelt, das auf die neuen Klassen ausgerichtet ist und Fehloptimierungen bei der Konzipierung unterbindet. Dr. Benjamin Krick

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1 Schrittweise modernisiertes Einfamilienhaus: Die vorhandenen Fenster waren noch in einem guten Zustand und können zu einem späteren Zeitpunkt ausgetauscht werden. Allerdings müssen bei einer Fassadendämmung hierfür die Anschlüsse vorbereitet werden. Dies gilt es im Rahmen des EnerPHit-Sanierungsplans zu erkennen und zu dokumentieren.

GEB 07-2016

Schritt für Schritt

EnerPHit-Sanierungsplan Mit dem EnerPHit-Standard entwickelte das Passivhaus Institut bereits 2010 einen energetischen Standard für Bestandsbauten auf Passivhausniveau, der die Besonderheiten von Altbauten berücksichtigt. Viele Hauseigentümer scheuen jedoch die Kosten für eine komplette Sanierung und bevorzugen stattdessen die schrittweise Umsetzung derselben. Genau da setzt der EnerPHit-Sanierungsplan an. Die vorausschauende Planung der einzelnen Sanierungsschritte erleichtert das Erreichen des EnerPHit-Standards. Zeno Bastian, Jan Steiger

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1 Das Passivhaus benötigt besonders effiziente Produkte, die preislich mit konventionellen Angeboten mithalten können. Der Component Award des Passivhaus Instituts soll die Hersteller dazu anspornen, entsprechende Lösungen zu entwickeln. Im Jahr 2016 ging es bei dem Wettbewerb um kostengünstige Wohnungslüftungen im Bestand.

GEB 07-2016

Effizienz muss nicht teuer sein

Passivhaus Component Award 2016 Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung führen bei energetischen Sanierungen aufgrund der vermeintlich hohen Kosten und aufwendigen Installation zumeist noch ein Schattendasein, obwohl die vorerwärmte Luft den Komfort in den Wohnungen steigert. Der diesjährige Component Award des Passivhaus Instituts forderte die Teilnehmer auf, zu beweisen, dass sich die Mehrkosten und der zusätzliche Aufwand solcher Anlagen auch bei Sanierungen in Grenzen halten. Die Ergebnisse sind verblüffend! Kristin Bräunlich

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GEB 07-2016

Jung geblieben

25 Jahre Wohnen und Leben im Passivhaus Die Planung und der Bau der weltweit ersten Passivhäuser in Darmstadt-Kranichstein sorgte im Jahr 1991 für Aufsehen. Kaum jemand glaubte damals ernsthaft, dass sich der Passivhaus-Standard bewähren und international durchsetzen würde. Die Architektur wurde belächelt und die dicke Dämmung verspottet. Inzwischen sind 25 Jahre vergangen und siehe da: Die Häuser sind immer noch luftdicht, sie verbrauchen kaum Heizenergie und bieten den gleichen Komfort wie am Tag des Einzugs. Wolfgang Hasper

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GEB 07-2015

Fenster auf Bewährung

Ergebnisse des Component Award 2015 Der zweite Component Award für zertifizierte Passivhausprodukte widmete sich erneut dem Bauteil Fenster. Gefragt waren praxisgerechte Lösungen, die sich an der schrittweisen Sanierung von Gebäuden orientieren, indem sie flexibel den wärmebrückenfreien Anschluss einer nachträglich angebrachten Fassadendämmung bereits beim Fenstertausch vorwegnehmen. Der Wettbewerb zeigt: Passivhausfenster sind nicht nur effizient und wettbewerbsfähig, sie bergen auch ein hohes innovatives Potenzial für Gebäudesanierungen. Klaus Siegele

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GEB 07-2015

Digitale Werkzeugkiste

PHPP 9.1 und designPH Für den Bau neuer Passivhäuser und Gebäudesanierungen nach dem EnerPHit-Standard hat sich das Passivhaus-Projektierungspaket (PHPP) über die Jahre bestens bewährt. Mit der Version 9.1, die 2015 mit vielen Neuheiten und Ergänzungen an den Start ging, haben Planer und Energieberater ein effizientes digitales Werkzeug zur Hand, um ihre Konzepte zu optimieren. Für die frühe Entwurfsphase empfiehlt sich das Planungswerkzeug designPH, das als 3D-Eingabeschnittstelle für das PHPP fungiert und als Plug-In für die Design-Software SketchUp erhältlich ist. Jan Steiger

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1 Die Grafik zeigt die Anforderungen der neuen Passivhaus-Klassen Classic, Plus und Premium an PER-Bedarf und PER-Erzeugung. Das „Classic“ entspricht dem heutigen Passivhaus. Wer eine höhere Klasse erreichen möchte, benötigt einen geringeren Bedarf an erneuerbarer Primärenergie und muss zusätzlich nachhaltig Energie erzeugen.

GEB 07-2015

Classic, Plus und Premium

Neues Bewertungsschema für Passivhäuser Da der Anteil der erneuerbaren Energie-quellen an der Energieversorgung unserer Gebäude kontinuierlich zunimmt, muss auch die Bewertung der Gebäudestandards diesem Aspekt gerecht werden. Das Passivhaus Institut hat nun ein neues Bewertungssystem entwickelt, das Energieeinsparung und regenerative Energieerzeugung gleichermaßen berücksichtigt. Der erzielbare Standard von Passivhäusern ist jetzt gestaffelt in die Klassen Classic, Plus und Premium.  Benjamin Krick

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