Dossier

Denkmal

Die energetische Sanierung von Gebäuden hat generell ihre Tücken – noch schwieriger gestaltet sich aber der Kompromiss zwischen dem technisch Machbaren und dem sorgsamen Umgang mit erhaltenswerter Bausubstanz und Denkmälern. Hier finden Sie interessante Beispiele und Wissenswertes zu gestalterischen und bauphysikalischen Aspekten.
Das typische Kirchenheizungssystem – gibt es das überhaupt? Wohl eher nicht. In den Kirchen ist eine große Bandbreite unterschiedlicher Systeme zu finden. Auch wenn in Nordrhein-Westfalen die Warmluftheizung ein deutliches Übergewicht hat, unterscheiden sich selbst diese Heizungen in der Art der Warmlufterzeugung.

GEB 10-2016

Vor- und Nachteile der Heizsysteme

Beheizung von Kirchen – Teil3 Auf die Frage, welche Kirchenheizung die richtige ist, gibt es keine einfache Antwort. In jedem Fall sollen die kulturellen Werte der Kirche mit ihren Einbauten erhalten bleiben und gleichzeitig eine möglichst hohe Aufenthaltsqualität erreicht werden. Weil grundlegende Änderungen an der Heizungsanlage nur in wenigen Kirchen möglich sind, gilt es fast immer, sich mit den Grenzen der vorhandenen Technik zu arrangieren und die bestmögliche Regelstrategie zu suchen. Christian Dahm

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GEB 10-2016

Vom Lost Place zum Loft Place

Umbau einer alten Färberei zu attraktiven Ferienlofts Seit 2009 revitalisiert der Projektentwickler und Architekt Detlev Delfs den Komplex der ehemaligen Kammgarnspinnerei in Brandenburg an der Havel. Ein Teilabschnitt davon ist der Umbau der zugehörigen Färberei-halle zu 15 hochwertigen Ferienwohnungen und einem Loft. Die denkmalgeschützte Ziegelarchitektur konnte außenseitig nicht gedämmt werden, weshalb man eine Innendämmung aus verputzfähigen Holzfaserplatten wählte, die zudem die vorhandenen Altbautoleranzen aufnehmen konnte. Klaus Siegele

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GEB 10-2016

Schöner Saustall

Umbau und Modernisierung einer Scheune in ein Wohnhaus Holz und Naturstein sind im Montafon die regionaltypischen historischen Baumaterialien. Ein mehr als hundert Jahre altes und seit geraumer Zeit ungenutztes Stallgebäude im Ortskern von Tschagguns inspirierte den Architekten Bernhard Breuer, dem Kleinod wieder neues Leben einzuhauchen. Er baute die Scheune behutsam in ein Wohnhaus um und belegt die Nachhaltigkeit seiner Idee mit dem fast vollständigen Erhalt der baulichen Substanz und einem regenerativen energetischen Konzept. Klaus Siegele

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GEB 11-2015

Ort der Begegnung

Sanierung und Umnutzung eines Denkmals zum Kulturforum Das ehemalige „Königliche Bayerische Postamt“ ist ein stattlicher Gründerzeitbau, dem mit Anbeginn seiner Errichtung im Jahr 1893 eine wichtige Funktion als Verladestation für die Schuhindustrie in Pirmasens zukam. Bis 1976 nutzte die Post das Bauwerk und passte es durch teils herbe Eingriffe in die Bausubstanz für verschiedene Zwecke an, danach stand es jahrzehntelang leer. Mit der Eröffnung zum Kulturforum erwachte die umfassend sanierte „Alte Post“ im Jahr 2014 zu neuem Leben – energetisch und technisch auf neuestem Stand, gilt das Denkmal heute als Vorzeigeobjekt für den sensiblen Umgang mit historisch wertvoller Baukultur. Klaus Siegele

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GEB 11-2015

Denk mal im Quartier

Energieeffiziente Entwicklungsplanung für ein Altstadtquartier Das Forschungsprojekt eCO2centric hat am Beispiel des historisch gewachsenen Stadtkerns von Biberach an der Riß untersucht, wie weit eine denkmalgeschützte Altstadt an eine CO2-neutrale Energiebilanz herankommen kann. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Stadt- und Mobilitätsplanung, Energieingenieurwesen und Denkmalschutz zeigt Wege und die damit verbundenen Probleme für eine energieeffiziente und klimagerechte Stadtentwicklung auf. Klaus Siegele

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GEB 11-2014

Ein Stück Erinnerung

Denkmalsanierung einer ehemaligen Gastwirtschaft mit Brauhaus Mitten im fränkischen Lonnerstadt, giebelseitig zum Marktplatz, steht das Wohnhaus von Volker Brehm. Der langgestreckte Fachwerkbau prägt seit mehr als 300 Jahren das Ortsbild und war zuletzt lange unbewohnt. Etwa 3000 Stunden liebevolle Eigenleistung und rund 200 000 Euro investierte der Eigentümer in das Haus seiner Kindheit, um das denkmalgeschützte Anwesen mit prachtvollem Giebel und originaler Raumausstattung instand zu setzen und nach heutigen Maßstäben stilgerecht und komfortabel bewohnbar zu machen.  Klaus Siegele

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1, 2 Fachgerechte Sanierung einer „Denkmalsünde“: Austausch der Kunststofffenster durch Holzfenster, die in Material, Optik und Stil dem Original viel eher entsprechen.

GEB 11-2014

Technik versus Baukultur

Energetische Sanierung von denkmalgeschützten Fenstern Beim Austausch oder der Sanierung historischer Fenster in Baudenkmälern sind die bautechnischen Anforderungen und die Aspekte des Denkmalschutzes gleichermaßen zu beachten. Da eine detail-getreue Rekonstruktion der Profile aus Holz, Stahl oder Gusseisen in der Regel eine handwerklich aufwendige Arbeit ist, wird häufig versucht, das originale Fenster mit Standardprofilen zu kopieren. Dem Erhalt der originalen Konstruktionen stehen oft die gesetzlichen Anforderungen der EnEV entgegen, die in § 24 aber entsprechende Ausnahmeregelungen vorsieht. Ungeachtet dessen müssen Planer oder Hersteller auch für Baudenkmale wärmetechnische und funktionale Kennwerte nachweisen. Manuel Demel, Jürgen Benitz-Wildenburg

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GEB 11-2014

Das richtige Gespür

Der „Energieberater im Denkmal“ – erste Erfahrungen Vor mehr als zwei Jahren hat die KfW mit dem „Effizienzhaus Denkmal“ eine neue Förderstufe aufgelegt, die eine Baubegleitung durch speziell ausgebildete „Energieberater im Denkmal“ bedingt. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass das Programm gut angenommen wird und viele Energieberater sich für diese Thematik interessieren und sich entsprechend weiterbilden. Eine eigens eingerichtete Koordinierungsstelle, bestehend aus WTA und VDL, überwacht die Zulassung und führt die Anerkennung der Energieberater für Denkmale aus. Klaus Siegele

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„Energieberater für Baudenkmale“ neu geregelt GEB 04-2014

Änderungen seit 1. April

Seit dem 1. April 2012 fördert die KfW die energetische Sanierung von erhaltenswerter oder denkmalgeschützter Bausubstanz im Förderstandard „KfW-Effizienzhaus Denkmal“. Die Anforderungen an die antragsberechtigten Energieberater waren seither jedoch vorläufig geregelt. Jetzt wurde das Verfahren festgeschrieben.

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Fassadensanierung eines denkmalgeschützten Hochhauses GEB 11-2013

Von oben nach unten


In der Karlsruher Südstadt wurde die Pfosten-Riegel-Fassade eines denkmalgeschützten Bürohochhauses innerhalb von nur drei Monaten bei laufendem Betrieb komplett erneuert. Dabei ist es gelungen, die wärmetechnischen Schwachstellen der alten Holz-Aluminium-Elemente durch moderne und in der Optik sorgfältig angepasste Aluminiumprofile zu beseitigen und die Charakteristik der Fassade zu erhalten.

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Historische Putzfassaden mit WDVS-Techniken bewahren GEB 11-2013

Mit Neu mach Alt


Wärmedämmverbundsysteme erfüllten im Gebäudebestand lange Zeit vornehmlich nur einen Zweck: Außenwände mit einem nachträglichen Wärmeschutz versehen, um die Energiebilanz zu verbessern. Die Architektur und das Gesicht des Hauses veränderten sich dabei oft zum Nachteil, was bei Sanierungen viele Planer und speziell Denkmalschützer auf Distanz zu WDVS-Lösungen gehen ließ. Es geht jedoch auch ganz anders, wenn man nur will – mit historischen Putzstrukturen auf WDVS, beschichteten Dämmprofilen aus EPS sowie der Kombination von WDVS mit Dämmputzen und Innendämmung.

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Vom Fachwerkhaus zum KfW-Effizienzhaus Denkmal GEB 02-2013

Wachgeküsst


Mehr als 20 Jahre nach dem Erwerb einer Hofanlage aus dem späten 18. Jahrhundert entschlossen sich die Eigentümer, das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Gebäude umfassend aber behutsam zu modernisieren. Eine Innendämmung aus Holzfaserplatten mit Wandheizung und Lehmputz, zu Kasten-fenstern umgebaute Fensteröffnungen sowie eine neue Pelletsheizung halbierten den Heizwärmebedarf und steigerten den Wohnkomfort in dem schmucken Fachwerkhaus.

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KfW-Effizienzhaus Denkmal – Erfahrungen und Ausblicke GEB 01-2013

Guter Wille, steiniger Weg


Zum Stichtag 1. April 2012 hat die KfW das CO2-Gebäudesanierungsprogramm um den Baustein KfW-Effizienzhaus Denkmal erweitert. Gefördert werden neben denkmalgeschützten Wohnbauten auch erhaltenswerte Bausubstanz sowie seit Kurzem öffentlich genutzte Nichtwohnbauten. Inzwischen ist mehr als ein halbes Jahr vergangen, und es gibt erste Erfahrungen im Umgang mit dem Förderbaustein. Mehr als 200 Energieberater stehen bereits auf der Expertenliste, die verfügbaren Fortbildungskurse sind begehrt. Insofern lohnt eine kurze Zwischenbilanz mit Ausblick auf kommende Veränderungen in 2013.

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