GEB Newsletter: 19-2017 | 05.09.2017

Förderung

„Die Förderung ist immer noch sehr attraktiv“

Anlässlich der Zinserhöhung zum 14. Juli 2017 hat der Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerk (GIH) angekündigt, künftig die Zinsentwicklung anhand ausgewählter KfW-Finanzierungsprogramme für wohnwirtschaftliche Investitionen aufzeigen. Der GIH rechnet mittelfristig mit weiteren Steigerungen und rät, geplante energetische Sanierungen baldmöglichst umzusetzen.

Sich verändernde Förderkonditionen können die Nachfrage erheblich beeinflussen – in die eine oder die andere Richtung. Die GEB-Redaktion hat deshalb die KfW um eine Stellungnahme zur jüngsten Zinsentwicklung gebeten und am 23. August 2017 folgende Antwort erhalten:

„Zum Thema Zinsentwicklung im KfW-Programm ‚Energieeffizient Bauen‘ argumentieren wir wie folgt:

Nachdem das Produkt rund zwei Jahre zu einem unveränderten Endkreditnehmerzinssatz von 0,75 % effektiv angeboten wurde und die Jahre zuvor durch umfangreiche Zinssenkungen gekennzeichnet waren, mag die jetzige Zinsanhebung überraschend wirken.

Tatsächlich haben wir uns jedoch, wie alle anderen Banken, zum Zeitpunkt der Zinserhöhung mit einem schnell steigenden Zinsumfeld konfrontiert gesehen. Im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Fördermitteln war es daher erforderlich diese Entwicklung in Form von Zinserhöhungen weiterzugeben.

Aus unserer Sicht bleibt das Produkt ‚Energieeffizient Bauen‘ dank der unverändert hohen Tilgungszuschüsse dennoch attraktiv und wird auch aktuell stark nachgefragt. Bezieht man die Tilgungszuschüsse, die zwischen 5 % und 15 % der Kreditsumme liegen, in die Effektivzinsberechnung mit ein, ergibt sich weiterhin ein Effektivzinssatz von unter 1 %.

Unsere Förderziele und auch die Schwerpunkte, die wir mit Blick auf die Energiewende dabei setzen, koordinieren wir eng mit unserem Auftraggeber. In Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fokussieren wir die begrenzt zur Verfügung stehenden Bundesmittel auf die Sanierung bestehender Gebäude. Für das ebenfalls aus Bundesmitteln verbilligte Programm ‚Energieeffizient Sanieren-Kredit‘ (151/152) ist deshalb keine Zinsänderung geplant.

Bei den Programmen ‚Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit‘ und ‚Altersgerecht Umbauen – Kredit‘ handelt es sich um Eigenmittelprogramme der KfW, die nicht aus Bundesmitteln verbilligt werden und deshalb von der KfW entsprechend der Kapitalmarktentwicklung gesteuert werden.“

Uns interessiert Ihre Meinung zu diesem Thema, bzw., was Sie von Ihren Kunden dazu hören: redaktion.geb-letter@geb-info.de. GLR

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