GEB Newsletter: 25-2011 | 15.11.2011

STATISTIK

2010: Energieeffizienz stagniert

Deutschland konnte im vergangenen Jahr seinen Weg zu höherer gesamtwirtschaftlicher Energieeffizienz nicht im gewünschten Tempo fortsetzen. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) lag der Energieverbrauch je 1000 Euro Wirtschaftsleistung 2010 mit 6,2 GJ nur wenig unter dem Vorjahreswert. Seit 1990 hat sich der Energieverbrauch bezogen auf die Wirtschaftsleistung um durchschnittlich 1,62 %/a vermindert. Bei Berücksichtigung der Witterungs- und Lagerbestandseffekte lag die „gesamtwirtschaftliche Energieeinsparung“ zwischen 1990 und 2010 bei 1,8 %/a. Die Bundesregierung hält in ihrem Energiekonzept eine Steigerung auf deutlich über 2 %/a für notwendig, um die langfristigen energie- und klimapolitischen Ziele zu erreichen.

2010: Nur Bewegung bei privaten Haushalten
Die Industrie verzeichnete bei der Energieeffizienz 2010 leichte Einbußen. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verharrten auf dem Niveau des Vorjahres. In beiden Sektoren konnte jedoch die Effizienz beim Stromeinsatz weiter verbessert werden. Bei den privaten Haushalten stieg die Energieeffizienz insgesamt deutlich um 7,5 %. Beim Einsatz von Strom waren die Effizienzgewinne mit 1,7 % jedoch merklich geringer.

Deutliche Unterschiede in den Verbrauchssektoren
In der Langfristbetrachtung weist der Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit einer durchschnittlichen Erhöhung der Energieeffizienz von knapp 3 %/a seit 1991 die höchste Steigerung auf. Die Industrie spart seit 1991 jahresdurchschnittlich etwa 1,4 %. Die privaten Haushalte kommen auf eine durchschnittliche Veränderungsrate von ebenfalls knapp 1,4 %/a.

Eine weitere wichtige Kennziffer für den effizienten Umgang mit Energie ist der Pro-Kopfverbrauch. 2010 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland um knapp 5 % und erreichte 172 GJ. Dieser Zuwachs spiegelt die deutliche Zunahme der wirtschaftlichen Leistung im Zuge der konjunkturellen Erholung wider. GLR

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Übersicht über die gesamtwirtschaftlichen und sektoralen Effizienzindikatoren
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