GEB Newsletter: 11-2010 | 18.05.2010

VERBÄNDE

Wohnungswirtschaft: EnEV 2012 aussetzen

Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) beklagt die gestiegenen Baukosten durch die Verschärfung der EnEV. Im letzten Jahr hätten die Wohnungsmodernisierungen zwar ein Rekordhoch erreicht, doch für 2010 erwartet Verbandsdirektor Xaver Kroner einen umso stärkeren Rückgang. Verantwortlich sei vor allem die im Oktober 2009 verschärfte Energieeinsparverordnung (EnEV). „Die dadurch stark gestiegenen Baukosten können nicht einfach über Mieterhöhungen erwirtschaftet werden“, erklärt Kroner.

Einkommensschwächere Mieter würden überfordert, zumal sich Gebäudesanierungen nicht auf energetische Maßnahmen beschränken dürften. Mieter hätten wenig Verständnis dafür, dass nach größeren baulichen Maßnahmen mit entsprechenden Beeinträchtigungen keine Wohnwertverbesserungen spürbar wären. Zusammen mit den durch die EnEV erzwungenen Maßnahmen würden die Kosten für ein neues Bad und einen Balkon aber zu hoch. Mieterhöhungen von monatlich 4 Euro/m2 und mehr wären dann erforderlich.

Da die technischen Standards der Energieeinsparverordnung bereits greifen sobald mehr als 10 % eines Bauteils verändert werden, würden viele Vermieter lieber gar nichts machen. Dadurch würden die Klimaschutzziele der Bundesregierung unerreichbar, so Kroner. Deshalb appelliert er an die Bundesregierung, auf die für 2012 geplante nächste Verschärfung der Energieeinsparverordnung zu verzichten. GLR

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