GEB Newsletter: 22-2009 | 06.10.2009

FÖRDERUNG

Erhebliche Wartezeiten bei MAP-Förderung

In den letzten zwölf Monaten bewegte sich die Nachfrage nach Förderungen für Heizsysteme mit erneuerbaren Energien über das Marktanreizprogramm (MAP) auf Rekordhöhe: Es wurden 290.000 Anträge im Rahmen der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Download) gestellt, 60 % mehr als im Vergleichszeitraum zuvor. Aufgrund der hohen Nachfrage müssen Antragsteller nun erhebliche Wartezeiten in Kauf nehmen, bis die Förderung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aufgezahlt werden kann.

82 % der Fördermittel sind schon weg
Dabei kommt der Stau nicht einmal ungelegen: Mit Anbruch des letzten Quartals standen laut BAFA-Förderampel nur noch 20 % der Fördermittel zur Verfügung, am 2. Oktober rutschte der Wert auf 18 %. Da die Basisförderung (ggf. mit Bonusförderung) von Investoren (außer bei Unternehmen und freiberuflichen Antragstellern) erst nach Inbetriebnahme einer förderfähigen Anlage beantragt werden kann und dann eine 6-Monats-Frist für die Antragstellung gilt, ist dies bei aktueller Gesetzeslage momentan weitgehend unkritisch.

Nachfrage steigt auch bei Großanlagen
Zunehmend auf Interesse stößt das Förderungsangebot des Bundesumweltministeriums auch bei gewerblichen oder kommunalen Investoren. Diese können im KfW-Programm Erneuerbare Energien, Programmteil Premium, eine auf größere Investitionen zugeschnittene Förderung erhalten. Besonders nachgefragt wird die Förderung für Wärmenetze, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden. In diesem Jahr wurden bereits 800 Wärmenetze mit zinsgünstigen Darlehen in Höhe von 115 Mio. Euro gefördert. Aber auch für die Förderung für Tiefengeothermie-Anlagen, Biomassenheizwerke, große Wärmespeicher, Anlagen zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität und Biogasnetze gibt es eine große Nachfrage. Das beantragte Kreditvolumen im Zeitraum Januar bis August 2009 beträgt rund 200 Mio. Euro und liegt damit weit über dem Durchschnitt der vergangen Jahre. GLR
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