GEB Newsletter: 24-2008 | 18.11.2008

ERNEUERBARE

Marktanreizprogramm: Biomasse boomt

Die statistische Auswertung der Antragszahlen (bis Ende Oktober) des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP) verdeutlicht, dass der Markt das Förderprogramm für Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen gut annimmt. Die verfügbaren Mittel werden aber bei weitem nicht ausschöpft. Insgesamt wurden bis Ende Oktober 190.356 Anträge gestellt. Der Oktober war mit 31.508 Anträgen der bisher stärkste Monate, in allen drei Förderschwerpunkten sind mehr Anträge als im Vormonat eingegangen sind.

Wärmepumpen: Antragszahlen wieder gestiegen
Vom Start weg gut angenommen war die Förderung effizienter Wärmepumpen. Dann waren die Antragszahlen im Juli (2414) und August (2288) leicht gesunken. Der Aufwärtstrend im September (2966) setzte sich im Oktober mit einem neuen Höchststand (3582) deutlich fort. In den ersten zehn Monaten wurden insgesamt 24.447 Anträge an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gerichtet. Verharren die Antragszahlen für Wärmepumpen bis zum Jahresende auf dem Oktober-Niveau, summieren sich bis zum Jahresende knapp 31.600 Anträge. Traditionell stark im Verkauf war in den letzten Jahren (außer in 2007) immer der Herbst, aktuelle Meldungen aus der Branche deuten dies auch in diesem Jahr an, einzelne Hersteller haben bereits Lieferengpässe.

Biomasse: Deutlicher Aufwärtstrend
Die Antragszahlen für Biomasseheizungen sind seit Februar fast kontinuierlich gestiegen, im Oktober noch einmal um 48%. In den ersten zehn Monaten wurden insgesamt 32.323 Anträge gestellt. Schreibt man die Antragszahlen für Biomasseheizungen vom Oktober (7707) bis zum Jahresende fort, kommt man auf rund 47.700 Anträge bis zum Jahresende.





Solaranlagen: Neuer Jahresrekord
Die Antragszahl für thermische Solaranlagen ist im Oktober (19.992) auf dem hohem Niveau der letzten vier Monate geblieben. Bundesweit werden somit an jedem Arbeitstag etwa 1000 Solaranlagen in Betrieb genommen. Die Signale aus dem Markt sind ebenfalls eindeutig, die Nachfrage kann kaum gedeckt werden. Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) prognostizierte Mitte September bezogen auf die Kollektorfläche ein Wachstum von 82% in 2008 gegenüber dem Vorjahr. Bis Ende Oktober wurden insgesamt 131.481 Anträge gestellt. Mit einer linearen Fortschreibung auf dem Oktober-Niveau würden sich bis zum Jahresende 171.500 Förderanträge summieren. Der bisher stärkste Zubau aus dem Jahr 2006 (rund 140.000 Anlagen, Quelle: BSW-Solar) ist vermutlich schon im Oktober übertroffen worden, weil die Förderanträge beim BAFA erst nach Fertigstellung der Anlage eingereicht werden können. 87% aller Solaranlagenanträge entfielen auf Flachkollektoren, 13% auf Röhrenkollektoren.

Antragsschwerpunkt im Süden
Die meisten Anträge im Marktanreizprogramm werden von Eigentümern aus Bayern und Baden-Württemberg gestellt. Auf den Freistaat entfallen 30% aller Anträge, auf das Musterländle 18%. Danach folgen Nordrhein-Westfalen (13%), Niedersachsen (9%) und Hessen (8%). Der Fördertopf ist noch gut prall gefüllt. Die Förderampel beim BAFA steht noch voll auf Grün. Am 19. November wurde angezeigt, dass noch 51% der Mittel zur Verfügung stehen. GLR

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