GEB Newsletter: 21-2007 | 07.09.2007

AKTUELLES

Markteinbruch bei Heizungsmodernisierung

Die Nachfrage nach energiesparenden Heizungen ist im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr bundesweit um fast ein Viertel eingebrochen. Obwohl der Sanierungsbedarf in deutschen Heizkellern weiterhin hoch ist: Nach Angaben des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) entsprechen nur 10% der 17 Mio. Zentralheizungen dem Stand der Technik. Der seit Jahren wachsende Modernisierungsstau im Gebäubestand spiegelt sich laut BDH auch in einem Nachfragerückgang im KfW CO2-Gebäudesanierungsprogramm um über 50% wider.

Nur die Wärmepumpe im Plus

Im ersten Halbjahr 2007 brach der Markt für fast alle Wärmeerzeuger sowie Solarthermieanlagen (-24%) zweistellig ein, nur der Markt für Öl-Brennwertkessel stagnierte auf geringem Niveau. Mit einem Minus von 67% sind die mit Biomasse befeuerten Wärmeerzeuger am stärksten betroffen. Zugewinnen konnten lediglich Wärmepumpenheizungen, wobei hier die reinen Verkaufszahlen den Markt aufgrund besonderer Effekte Ende 2006 nicht realistisch repräsentieren, so dass der BDH in einer Gesamtprognose von einem Marktwachstum von 30% für Wärmepumpen ausgeht.

Verbraucher sind verunsichert

BDH-Präsident Klaus Jesse zu den Gründen des Markteinbruchs: „Der Bürger wird immer stärker verunsichert. Einerseits werden ständig steigende Öl- und Gaspreise prognostiziert. Andererseits debattiert die Politik darüber, dass Energiesparen und Klimaschutz teuer seien. Dabei wird vergessen, dass Energiesparinvestitionen gerade im Eigenheim sich schnell bezahlt machen und die beste Versicherung gegen steigende Energiepreise sind.“ Der BDH fordert daher von der Politik eine technologieneutrale Vereinfachung und Verstetigung der Förderprogramme sowie eine klare Positionierung für mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich. Jesse weiter: „Wenn die Politik klare Zeichen setzt, wird der Bürger sich überzeugen lassen. Nur dann können der Abwärtstrend beim energiesparenden Modernisieren gestoppt und die Klimaziele der Bundesregierung erreicht werden.“ GLR

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