GEB Newsletter: 13-2007 | 24.05.2007

AKTUELLES

Generationenwandel bei Modernisierern

Gestiegene Energiepreise, der Energieausweis sowie Sorgen um das Klima sind starke Anreize für Energiesparinvestitionen im Wohnungsbestand. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Eigenheimbesitzern, die das Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) im Frühjahr 2007 durchgeführt hat. Befragt wurden Hauseigentümer, die in mindestens zehn Jahre alten Immobilien wohnen.

Viele haben Heizungsanlage schon erneuert
Zur energetischen Verbesserung haben allein in den letzten drei Jahren 30% der Befragten ihre Heizungs- bzw. Warmwasseranlage an moderne Standards angepasst, rund 20% haben neue Fenster eingesetzt oder das Dach gedämmt. Bei den geplanten Energiemaßnahmen schiebt sich jetzt allerdings die Solaranlage mit 11% vom 5. auf den 2. Platz.

Es darf gerne etwas mehr sein
Das Umfrageergebnis zeigt, dass meist mehrere Einzelmaßnahmen miteinander kombiniert werden. So haben beispielsweise fast zwei Drittel von den „Fassadendämmern“ gleichzeitig ihre Heizung an die neue Heizlast angepasst. Und wer seinen Keller isoliert hat, der hat sich in weit mehr als der Hälfte aller Fälle auch an den Einbau von Wärmeschutzfenstern bzw. an die Dach- oder Fassadendämmung gemacht.

Generationenwandel
Das Modernisierungsengagement hat bereits dazu geführt, dass nur noch 5% aller Eigentümer mit ihrem derzeitigen Energieverbrauch „sehr unzufrieden“ sind. Weitere 18% zeigen sich „eher unzufrieden“. Vor allem auch aus diesem Potenzial kommen die Energiesparer von morgen. Dabei zeigt sich nach Auskunft von LBS Research so etwas wie ein „Generationenwandel“: Standen bis in die jüngste Zeit hinein noch eher konventionelle Energiesparmaßnahmen wie Heizungsanlage, Dämmung und Fenster im Vordergrund, so richtet sich der Focus der Planungen für die nächsten Jahre auf eher aufwendige Maßnahmen wie neue, wärmegedämmte Dächer und Solaranlagen. Auch die Wärmepumpe setzt hier erste Marken: Die bislang bei Bestandsverbesserungen eher unbedeutende Nutzung von Erdwärme kommt in den Planungen immerhin auf einen Anteil von 2%.

Kurzfristige Realisierung geplant
Nach dem Umfrageergebnis sollen die Maßnahmen in sehr überschaubaren Zeiträumen realisiert werden. Ein knappes Viertel der Hauseigentümer will sie bereits in diesem Jahr durchführen, weitere 30% in 2008. Und obwohl teilweise aufwendigere Kombinations-Investitionen zur Energieeinsparung geplant werden, wollen 65% sie nicht auf mehrere Jahre verteilen, sondern kurzfristig zum Abschluss bringen.

Fördermittel vielfach unbekannt
Beeindruckend war für die LBS-Experten die hohe Zahl der Hauseigentümer, die ihre Verbesserungsmaßnahmen offensichtlich nicht von staatlichen Fördermitteln abhängig machen. Auch unter denjenigen, die konkrete Planungen für die nächste Zeit vorhaben, kannte laut Umfrage überhaupt nur ein knappes Drittel die Förderprogramme des Bundes und der Länder, zwei von drei zeigten sich insoweit noch nicht informiert. Wenn das nicht ein Ansatzpunkt für Energieberater ist. GLR

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