Gebaeude Energie Berater Ausgabe:

Deutsche wollen mehr Infos über Heizkosten, am besten digital

04.02.2020 - Heizen wird für die Verbraucher voraussichtlich teurer. Es ist also nicht verwunderlich, dass mehr als 2/3 der Deutschen häufiger über Verbrauch und Kosten informiert werden möchten – und zwar am liebste digital per E-Mail. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov und des Energiedienstleisters Ista. Deutschlandweit wurden über 2000 Bürger verschiedener Altersgruppen befragt.

Über 2/3 der Befragten (72 Prozent) finden demnach im Winter eine monatliche Information über die Heizkosten interessant bis äußerst interessant. Dabei macht es keinen wesentlichen Unterschied, ob die Befragten Mieter oder Vermieter sind (71 zu 72 Prozent). Insgesamt ist das Interesse an einer monatlichen Information über die Heizkosten somit ähnlich hoch wie im Vorjahr (73 Prozent).

Ebenso deutlich spricht sich die Mehrheit der Deutschen erneut für einen digitalen Versand der Informationen aus (81 Prozent zu 80 Prozent im Vorjahr). Die meisten der Befragten wünschen sich die Übermittlung per E-Mail (49 Prozent), gefolgt von einer App (17 Prozent) und von einem Onlineportal (14 Prozent). Nur 19 Prozent der Deutschen bevorzugen eine gedruckte Information, die auf dem Postweg zugestellt wird (Vorjahr 20 Prozent).

Ab Ende Oktober dieses Jahres sollen Bewohner von Mehrfamilienhäusern eine vierteljährliche Information über ihren Verbrauch und die damit verbundenen Kosten anfordern können. Voraussetzung dafür ist, dass im Gebäude digitale Zähler für die Messung der Heizenergie verbaut sind, die aus der Ferne ausgelesen werden können. Ab 2022 sollen dann grundsätzlich alle Bewohner eines Mehrfamilienhauses mit fernauslesbaren Geräten eine monatliche Information erhalten. Dies sieht die neue Energieeffizienzrichtlinie vor, mit der die EU den Klimaschutz stärken will und die bis Herbst von der Bundesregierung in deutsches Recht umgesetzt werden soll.

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