Gebaeude Energie Berater Ausgabe:

Wohnungsmieten flächendeckend gestiegen

21.03.2017 - Die Neuvertragsmieten in Deutschland sind 2016 gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % auf durchschnittlich 7,65 Euro/m² gestiegen. Besonders stark zogen die Preise in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern an. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Im Schnitt stiegen die Mieten der im Jahr 2016 angebotenen Wohnungen in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern um 6,3 % – auf 9,97 Euro/m². In den anderen kreisfreien Großstädten legten die Angebotsmieten um 4,5 % auf durchschnittlich 7,33 Euro/m² zu. Auch in den städtischen Kreisen setzte sich die Dynamik fort. Dort erhöhten sich die Angebotsmieten im Schnitt auf 7,20 Euro/m² und damit verglichen mit dem Vorjahr um 4,6 %. Die ländlichen Kreise haben weiterhin niedrige Mietenniveaus. Sie liegen im Schnitt bei 5,87 Euro/m², weisen aber ebenfalls im Durchschnitt leichte Mietensteigerungen auf.

München bleibt für Wohnungssuchende mit durchschnittlich 15,65 Euro/m² die teuerste Großstadt Deutschlands. Es folgen Frankfurt am Main (12,76 Euro/m²) und Stuttgart (11,93 Euro/m²), Freiburg im Breisgau (11,39 Euro/m²), Ingolstadt (11,14 Euro/m²) und Hamburg (10,92 Euro/m²). Rund um München, Frankfurt am Main und Stuttgart strahlen hohe Mieten besonders weit in den Pendlereinzugsbereich aus. In Metropolen wie Düsseldorf, Köln und Berlin reichen sie in der Regel hingegen nur ins engere Umland.

Die Preise für erstmals vermietete Wohnungen stiegen gerade in den teuren Städten noch einmal deutlich: In München wurden erstmals vermietete Neubauwohnungen für durchschnittlich 17,50 Euro/m² angeboten. Die Städte Freiburg im Breisgau, Stuttgart und Frankfurt am Main folgen mit durchschnittlichen Preisen zwischen 14,00 und 14,70 Euro/m². „Die Mieten für Neubauten steigen nicht nur wegen der hohen Nachfrage nach Wohnraum. Der Wettbewerb um knappes Bauland und damit verbundene hohe Grundstückspreise sorgen für einen zusätzlichen Auftrieb“, sagt BBSR-Direktor Harald Herrmann.

Vergleichsweise günstig bleiben die Angebotsmieten in vielen ländlichen Kreisen abseits der Ballungsräume. Am wenigsten müssen Wohnungssuchende in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) und Wunsiedel (Bayern) zahlen – durchschnittlich 4,30 Euro/m².

Zur Methode: Die vom BBSR ausgewerteten Angebotsmieten basieren auf Inseraten aus Immobilienplattformen und Internet-Angeboten von Tageszeitungen für Erst- und Wiedervermietungen von Wohnungen. Bei den berechneten Mietwerten handelt es sich um Nettokaltmieten ohne Nebenkosten für nicht-möblierte Wohnungen zwischen 40 und 130 m². Mieten aus bestehenden Mietverträgen werden mit dieser Quelle nicht dargestellt.

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