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Baukosten: Vorteile im Norden

31.07.2007 - Nach den Erhebungen der LBS-Immobiliengesellschaften kostet der Quadratmeter Bauland in den süddeutschen Städten mit durchschnittlich 280 Euro mehr als das Doppelte wie in der norddeutschen Region und sogar viermal so viel wie in den neuen Bundesländern.
Nach den Erhebungen der LBS-Immobiliengesellschaften kostet der Quadratmeter Bauland in den süddeutschen Städten mit durchschnittlich 280 Euro mehr als das Doppelte wie in der norddeutschen Region und sogar viermal so viel wie in den neuen Bundesländern. Doch auch bei den Baukosten gibt es erhebliche regionale Unterschiede, wie die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen. Nach Angaben von LBS Research wurden 2006 für neue Einfamilienhäuser in Bayern fast 1500 Euro pro Quadratmeter veranschlagt, in Bremen und Sachsen-Anhalt dagegen weniger als 1000 Euro. Während bei den Baugrundstücken meist deutliche Preisunterschiede zwischen Kernstadt und Umland zu beobachten sind, setzt nach Auskunft der LBS-Experten ein intensiver Wettbewerb in der Bauwirtschaft auch in den Städten den Baukosten deutliche Grenzen. So finden sich die drei Stadtstaaten in der bundesweiten Tabelle der Quadratmeter-Baukosten erst auf den Plätzen sechs (Hamburg) und elf (Berlin) sowie am Tabellenende (Bremen) wieder. Lediglich Hamburg mit 1210 Euro hebt sich um gut 100 Euro vom Preisniveau in Schleswig-Holstein (1103 Euro) bzw. fast 200 Euro von dem in Niedersachsen (1029 Euro) ab. Die Baukosten in Berlin sind dagegen mit 1060 Euro kaum höher als in Brandenburg (1044 Euro), und in Bremen wird sogar noch günstiger geplant als in Niedersachsen. Wie LBS Research ergänzend mitteilt, ergibt sich im Mehrfamilienhausbau ein deutlich anderes Bild. Während bundesweit der Durchschnittspreis für Miet- und Eigentumswohnungen mit 1222 Euro pro Quadratmeter fast das Niveau im Einfamilienhausbau erreiche, liege bei den Geschosswohnungen die norddeutsche Metropole Hamburg mit gut 1400 Euro pro Quadratmeter deutlich vor Bayern. Bremen befinde sich in diesem Wohnungsbausegment mit 1229 Euro im Mittelfeld, während der Preis in drei Ländern (Sachsen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit dem Minus-Rekord von 936 Euro) unter der Schwelle von 1000 Euro blieben. Insgesamt sind im Jahr 2006 nach den Berechnungen der LBS-Experten die veranschlagten Baukosten für Einfamilienhäuser nach einem jahrelangen Abwärtstrend im Durchschnitt erstmals wieder um 1 Prozent gestiegen, und zwar auf 1239 Euro pro Quadratmeter. Wie lange noch Druck auf die Kosten ausgeübt und Preissteigerungen durch Abstriche bei den Qualitäts- und Ausstattungsansprüchen kompensiert werden könnten, müsse sich zeigen. Im Mai 2007 habe der Baupreisindex gegenüber dem Vorjahr immerhin bereits um 7,8 Prozent zugelegt. Bis auf weiteres gelte jedoch, dass fast überall in Deutschland noch für rund 1000 Euro pro Quadratmeter Einfamilienhäuser geplant werden könnten, wenn die Bauherren bei ihren Ansprüchen Kompromissbereitschaft zeigten.
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