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Suffizienz – die unbeliebte Säule der Nachhaltigkeit

Danke – es ist genug!

Suffizienz hat im Gebäude der Nachhaltigkeit lange Zeit eher in den stilleren, seltener benutzen Räumen gewohnt. Und in den physischen Gebäuden der wirklichen Welt ist sie fast gar nicht zu Hause gewesen. Wer hat schon – beispielsweise im Studium der Architektur – von Suffizienz gehört? Auch in der deutschen Sprache ist Suffizienz nicht eigentlich bekannt –es sei denn in Form der Verneinung: Herz-In-Suffizienz. In anderen Sprachen kommt Suffizienz hingegen ganz selbstverständlich und alltäglich vor. So beispielsweise im Französischen: „Ça suffit!“ rief unsere Französischlehrerin vor vielen Jahren aufgebracht, wenn unsere Aufmerksamkeit wieder einmal und mit enormem Geräuschpegel verbunden durchaus nicht der französischen Sprache galt. Hier wird die Suffizienz mit einem entschiedenen Hinweis verbunden: „Es reicht! Genug jetzt!“ Im Italienischen lässt sich im Restaurant oder an der Ladentheke auf die Frage, ob es mehr sein darf, ganz selbstverständlich antworten: „No, grazie – è sufficiente.“ Suffizienz als Kunst am Nachhaltigkeits-Gebäude Im Deutschen hingegen holpert die Suffizienz und ist nicht in der Sprache eingewurzelt. Wolfgang Sachs hat den Begriff zu Beginn der neunziger Jahre in die deutsche Debatte geworfen und der Effizienz gegenübergestellt. Diese bewohnt im Gebäude der Nachhaltigkeit die Haupthalle und bedeutet „besser“: Mit weniger Ressourcen mehr erreichen. Im Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit wird sie mit der ökonomischen Säule verbunden. Das passt gut, denn die ganze Geschichte der Ökonomie wird schon lange effizienzlog ...

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