Gebaeude Energie Berater Ausgabe: 11-2007

KERMI

Flachheizkörper mit X2-Technologie

Die teilweise gegensätzlichen Anforderungen der DIN EN 12831 (Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast) und der VDI 6030 (Auslegungsrichtlinie für Raumheizkörper) werfen in der Praxis Probleme auf, speziell im Regelbetrieb des Heizkörpers. Entsprechend der aktuellen Normen und Richtlinien wird im Regelbetrieb nur ein geringer Teil der ausgelegten Normheizlast benötigt. Dies bedeutet, dass sich der Durchfluss (Massenstrom) stark reduziert, die mittlere Oberflächentemperatur sinkt also spürbar ab. Dieser Effekt verstärkt sich, wenn man die Wiederaufheizleistung berücksichtigt. Aufgrund dieses Betriebsverhaltens der Heizkörper – es wird nur der obere Teil der Heizkörper warm – entsteht beim Nutzer oft der Eindruck, der Heizkörper sei defekt oder außer Betrieb. Diese Problematik lösen Kermi Flachheizkörper mit der neuen X2-Technologie. Die patentierte Funktionsweise berücksichtigt in gleicher Weise die Aspekte der Energieeinsparung als auch der thermischen Behaglichkeit. Werden bei herkömmlichen, mehrlagigen Heizkörpern alle Platten parallel durchströmt, so erfolgt dies beim Therm X2 auf serielle Art. Dies bedeutet, dass im vorherrschenden Regelbetrieb bevorzugt die vordere Platte erwärmt wird, deren Leistung in dieser Betriebsart völlig ausreicht. Somit stellt sich gegenüber der herkömmlichen Technik eine deutlich höhere, mittlere Oberflächentemperatur ein, deren Anteil an Strahlungswärme um bis zu 100% höher ausfällt, was sich natürlich positiv auf das Behaglichkeitsempfinden auswirkt. Die hinteren beziehungsweise nachgeschalteten Platten bleiben kühler und fungieren im Regelbetrieb durch die geringe Wärmeabgabe zur Wand als Strahlungsschirm, was den energetischen Wirkungsgrad steigert. Erst wenn sich der Leistungsbedarf erhöht, werden auch sie erwärmt und tragen mit hoher Konvektionsleistung zu einer effizienten und schnellen Raumaufheizung bei. Zugleich verkürzt sich die Aufheizzeit des Heizkörpers um bis zu 25%. All dies re­sultiert natürlich in einem deutlich niedrigeren Ener­giebedarf. Dieser ist anteilig auch auf die werksseitig voreingestellten Thermostatventile zurückzuführen, die exakt auf die jeweilige Baugröße abgestimmt sind und die hydraulischen Verhältnisse im gesamten Heizkreislauf verbessern. Ab sofort übernimmt Kermi die X2-Technologie in sein Standardprogramm und versieht alle mehrlagigen Ventilausführungen seiner Flachheizkörper ausschließlich mit Therm-X2-Technologie.

Kermi

94447 Plattling

Tel. (0 99 31) 50 10, Fax (0 99 31) 30 75

http://www.kermi.de

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