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Überprüfung von Energieausweisen

Hallo,
ich stelle leider fest, dass Energieausweise mitunter (bewusst?) falsch ausgestellt werden:
vordatiert (vor dem 1. Mai 2014)
damit nicht registriert,
gegenüber dem neuen Tacho damit sehr günstig im grünen Bereich, ein nicht saniertes Gebäude aus den späten 50er findet sich dann schon mal locker im Effizienzhausgebäude-Bereich wieder.......
Es werden Verbrauchsausweise erstellt, obwohl Bedarfsausweise fällig wären, eine Überprüfung auf den Standard WSO 1977 findet wissentlich nicht statt, dafür kann man ja schon fast einen Bedarfsausweis erarbeiten. .........
Die Kollegen, die - auch in Hinblick auf mögliche Überprüfung durch die Untere Bauaufsichtsbehörde ihre Arbeit besonders sorgfältig machen-, Prüfakten anlegen, brav die Registrierungskosten bezahlen und eine Versicherung abgeschlossen haben (DENA), gucken dann wegen der Billiganbieter in die Röhre. Das aber mögliche Regressansprüche bei falschen Angaben gemacht werden können, ficht manche Ausweisersteller nicht an. ....Da stellt sich mir die Frage, ist die Aufsichtsbehörde schon mal tätig geworden ? Oder muss man doch mal auf Abmahnanwälte warten ?

Firmen , die Heizkosten abrechnen erstellen Ausweise.
Aber auf welcher Grundlage (beheizte Wohnfläche ?), schauen sie sich die Objekte an? Ich bin jedenfalls, auch im Sinne der Auftraggeber bei Ortsbesichtigungen auf Dinge gestossen, die kurzfristig erledigt, den Auftraggebern manchen Ärger abgenommen haben.
Modernisierungsvorschläge: wie soll das per Ferndiagnose gehen ?
Ich bin mittlerweile der Meinung, dass in der Praxis das System "Energieausweis", so wie jetzt geändert nichts taugt.Was meint das Forum dazu ?
floezotto
Datum: 10.09.2014 15:29:48

Re: Überprüfung von Energieausweisen

Das Thema Energieausweis ist auch immer von der jeweiligen Betrachtungsweise abhängig :

Die Vermietungsindustrie will einen Ausweis der nichts aussagt, damit die Mieter nicht mitkriegen in was für Ruinen sie wohnen. Sie wil einen Ausweis der nichts kostet, weil die Objekte sollen Rendite werfen und nicht Kosten verursachen.

Daher das Gezerre um den Verbrauchs- und Bedarfsausweis und das daraus resultierende Energieausweis-Chaos.

Inwieweit vom DIBT nun die hochgeladenen Ausweise "überprüft" werden bleibt die spannende Frage. Wenn schon die KfW nur im Promillebereich "prüft" wie und wovon soll das personell und struckturell deutlich "schwächere" DIBT hier eine flächendeckene Prüfstrucktur aufbauen, ich halte das für unwahrscheinlich.

Da wäre es eher sinnvoll die DENA aufgrund Ihrer faktischen Zwangs-EEE-Liste (kein Eintrag, keine Berechtigung für Fördermittel) und der daraus gewonnenen Einnahmen (11.500 Einträge * 100,- EUR = 1,1 Mio. EUR Umsatz pro Jahr) für den Aufbau einer Prüfstrucktur zu verpflichten, aber auch das wird wohl leider eher unwahrscheinlich sein.

Praktisch bleibt den "echten" Energieberatern nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis die Billigberater sich mit Ihren "Gutachten" und "Energieausweisen" mangels Qualität selbst ruiniert haben und die Marktbereinigung abgeschlossen ist.
Datum: 07.10.2014 11:37:13

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