Werte Kolleginnen und Kollegen,

ein Fall, der v.a. im Neubau häufiger vorkommt: Der Architekt hat ein Eckfenster eingezeichnet und die beiden Fensterseiten bemaßt. Während bei der Einbausituation "in der Fläche" eigentlich alles klar ist - im Plan angegebene Fenstermaße stimmen mit der lichten Rohbauöffnung überein, so dass man diese bei der Erfassung der Gebäudegeometrie nach EnEV einfach übernehmen kann -, trifft man bei Eckfenstern, je nach Architekt, auf unterschiedliche (horizontale) Bemaßungsvarianten:
1. von der Laibung bis zur Fensteraußenecke
2. von der Laibung bis zur Fensterinnenecke
3. von der Laibung bis zur Innenkante der angrenzenden Außenwand
4. von der Laibung bis zur Außenkante der angrenzenden Außenwand
5. wilde Mischformen dieser Varianten

Ich ignoriere daher mittlerweile bei Eckfenstern die im Plan eingetragenen Maßzahlen, weil die meist eh nicht stimmen (zumindest nicht im Sinne der EnEV, und andere Regeln interessieren mich dabei nicht), sondern ermittele die tatsächlichen Außenmaße der Rohbauöffnung, also jeweils von der Laibung an der einen bis der Außenkante der anderen Wand (also o.g. Fall 4) augrund des geltenden Außenmaßbezugs, da ansonsten nach Abzug der Fensterflächen rechnerisch "zu viel Wand" übrig bliebe.

Frage: Liege ich damit richtig bzw. wie handhabt Ihr das so?

Beste Grüße
Frank-Stefan Meyer