Bisher konnte mir niemand erklären, wie die Idee "Bioenergiedorf" mit den Ressourcen in Einklang zu bringen ist. Vielleicht kann mir ja hier jemand weiterhelfen?
Hinweis: Dörfliche Nahwärmenetze sind charakterisiert durch sehr lange Leitungslängen bei geringer Wärmelast. Typisch ist von 50m (doppelter) Leitungslänge je Abnahmestelle auszugehen, die Wärmelasten liegen (teilweise deutlich) unter 0,5kW/m, die Wärmeverluste bei ca. 20W/m (ganzjährig). Wer rechnen kann, der rechne.
Die Holzvorräte wiederum liegen bei ca. 0,5 Festmeter pro Kopf der Bevölkerung, bei einem Wärmeverbrauch im Gebäudebestand von umgerechnet 4 Festmetern (1 fm ~ 3000kWh). Der Primärenergiebedarf wiederum liegt bei rund 15 Festmetern.
Bioenergie vom Acker liefert geschätzte 40000kWh Wärme (brutto, inclusive Fermenterheizung) pro ha, also optimistisch netto 30000kWh/ha. Selbst wenn 30% der deutschen Ackerfläche (ca. 3,6 Mio ha) für Energiepflanzen freigestellt werden, gibt das nur knapp einen halben Festmeter.
Werden die Häuser energiesaniert, verbleibt rund ein Drittel des Wärmebedarfs im Netz.
Wie soll das mit nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung zusammengehen?