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Zulassung Vor-Ort-Energieberater §21 EnEV

Hallo zusammen! Ich bin neu hier in diesem Forum. Ich habe bei der BAFA einen Antrag auf Zulassung zum Vor-Ort Energieberater gestellt. Dipl. Ing. Abschluss E-Technik/Studienrichtung Nachrichtentechnik und Zusatzausbildung gemäss formblatt FB3 wurden eingereicht. Der Antrag wurde nun abgelehnt, mit der Begründung das die Grundqualifikation gemäss §21 EnEV nicht vorliegt. Bemängelt wird, dass ich zwar E-Technik studiert habe, aber Studienrichtung Nachrichtentechnik. Hat jemand damit Erfahrung? Und welche Rechtsmittel kann man dagegen einlegen? Für mich ist das ziemlich unlogisch, da man mit Studium Maschinenbau zugelasen wird, nicht aber mit E-Technik/Nachrichtentechnik. Aus meiner Sicht ist das §21 EnEV ziemlich schwammig und lässt den prüfenden Beamten viel Spielraum ...

Vorab vielen DANK - Jürgen
Datum: 07.07.2014 11:17:08

Re: Zulassung Vor-Ort-Energieberater §21 EnEV

Die EnEV besagt, dass das Studium der Elektrotechnik ausreicht:


"Personen mit berufsqualifizierendem Hochschulabschluss ina)
den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik oder
b)
einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt auf einem unter Buchstabe a genannten Gebiet,"



Nachdem auch Innenarchitekten ("Designer") für die Ausstellung von Energieausweisen zugelassen sind, dann sollten es gestandene Elektroingenieure, die ihren Schwerpunkt in der Nachrichtentechnik sehen, auch qualifiziert sein. Die andere Studienrichtung ist Starkstromtechnik. Was haben Hochspannungsleitungen mit der Energieeffizienz von Gebäuden zu tun?


Der Beamte bei der BAFA hat wohl keine Ahnung, wie der Studiengang eines Elektroingenieurs aussieht. Egal welche Fachrichtung, da ist genug Physik, Maschinenbau, Werkstofftechnik, Starkstrom, Statik, Regelungstechnik, usw. dabei. Mit dieser Ausbildung plus der Fortbildung zum Energieberater kann ein Elektroingenieur eine vollwertige Energieberatung durchführen.


Die Voraussetzungen für die Qualifikation als Berater sind in dieser Richtlinie festgelegt:


http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/vorschriften/vob_richtlinie_2012.pdf


Da steht nichts davon drin, dass Elektroingenieure mit Studienschwerpunkt Nachrichtentechnik nicht qualifiziert sind.


Viele Grüße aus München
Thomas Möller
Datum: 29.07.2014 08:02:37

Re: Zulassung Vor-Ort-Energieberater §21 EnEV

Hallo Thomas,

vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich habe des Thema mittlerweile einem Rechtsanwalt übergeben, da die BAFA auch meinen Einspruch abgelehnt hat. Das Problem ist, dass die BAFA keinen offiziellen Behördenbescheid (mit Einspruchsfrist, und Rechtsbelehrung) verschickt, sondern nur ein einfaches "Schreiben". Man kann also nicht einmal vor einem Verwaltungsgericht dagegen klagen. Bin auf die Antwort der BAFA auf das Schreiben meines Rechtsanwaltes gespannt. Wer kennt sich denn von euch im Verwaltungsrecht gut aus? Die Frage ist ja, wie man gegen einen solches "willkürliches" Schreiben vorgehen kann? LG - Jürgen
Datum: 29.07.2014 08:36:08

Re: Zulassung Vor-Ort-Energieberater §21 EnEV

Hallo, wie kann man denn als ETechnik Ing. Energieberater werden? Kann ich nicht verstehen. Dadurchdass leider Hinz und Kunz sich als Eberater eintragen lassenkönnen, sind die Honorare schlecht und als Etechniker müßte mann doch wirklich gute Stellen bekommen.
Datum: 05.08.2014 15:12:34

Re: Zulassung Vor-Ort-Energieberater §21 EnEV

Och, ich finde es schlimmer, wenn man sich als Architekt noch ein Zubrot als Energieberater dazuverdienen muss. Das verstehe ich nicht.
Datum: 06.08.2014 14:43:06

Re: Zulassung Vor-Ort-Energieberater §21 EnEV

Hallo Forum!

Zum Thema Anerkennung Elektrotechnik Studium als Grundqualifikation Energieberater folgender Update:

Nachdem von mir persönlich zwei schriftliche Einsprüche zur Ablehnung der Anerkennung meines E.Technik Studiums leider erfolglos waren, habe ich einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Die Schreiben das RA blieben einige Wochen unbeantwortet. Nachdem dann mein RA mit einer Untätigkeitsklage gedroht hat, kam "oh Wunder" 3 Tage später ein Schreiben der BAFA, dass man nach erneuter Prüfung meine Studium anerkennt. Nachvollziehbar ist das nicht und es scheint mir reine Willkür eines Sachbearbeiters zu sein.
Datum: 20.08.2014 12:25:00

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